Rap und Rock bei Einweihungsfeier von D-Town

Jugendzentrum wiedereröffnet

Seit kurzem hat das Kinder- und Jugendzentrum D-Town im Castrop-Rauxeler Stadtteil Deininghausen wieder geöffnet. Das haben viele Jugendliche, Kinder und Eltern nun bei der offiziellen Einweihung am Samstag gefeiert. Das Programm: eine Clownin, eine Rockband - und ein Deininghauser Urgestein.

DEININGHAUSEN

von Jan Meiser

, 14.02.2016, 20:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rap und Rock bei Einweihungsfeier von D-Town

Die Band Impuls und der Rapper H1 kamen beim Publikum im D-Town gut an.

Am Anfang der Feier traten der Rapper H1, der mit bürgerlichem Namen André Hauter heißt, und die Rockband Impuls auf.  Rapper H1 kann dabei als Urgestein bezeichnet werden , da er seit seiner Kindheit eine enge Beziehung zu dem Stadtteil pflegt. Seine Musik zeichnet sich durch seine sozialkritischen Texte aus, in denen er eigene Erfahrungen verarbeitet.

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Livemusik bei der Wiedereröffnung des Castrop-Rauxeler Jugendzentrums D-Town

Eine Rockband, die Coverversionen und eigene Songs spielt, ein Deininghauser Urgestein und die Clownin Alfreda: Das Jugendzentrum hat mit diesem Programm das Jugendzentrum D-Town nach der Wiedereröffnung eingeweiht.
14.02.2016
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Die Band Impuls trat bei der Wiedereröffnung des Jugendzentrums D-Town auf.© Foto: Müller
Der Rapper H1 (André Hauter) trat bei der Wiedereröffnung im D-Town auf.© Foto: Müller
Die Band Impuls und der Rapper H1 kamen beim Publikum im D-Town gut an.© Foto: Müller
Die Band Impuls und der Rapper H1 kamen beim Publikum im D-Town gut an.© Foto: Müller
Die Band Impuls trat bei der Wiedereröffnung des Jugendzentrums D-Town auf.© Foto: Müller
Die Band Impuls trat bei der Wiedereröffnung des Jugendzentrums D-Town auf.© Foto: Müller
Schlagworte Deininghausen

Diese Nachdenklichkeit stößt auch außerhalb der Zielgruppe der Rap-Fans auf Anerkennung. Mithilfe seiner professionell gestalteten Videos konnte H1 auf Youtube viele neue Fans gewinnen, was ihn über die Grenzen Castrop-Rauxels hinaus bekannt machte. Bei allem Erfolg ist der Rapper jedoch auf dem Boden geblieben. „Er gibt jedem Fan immer ein Autogramm“, so Ulli Müller, Leiter des Bogis.

Mit ihrem treibenden Rocksound stieß auch die seit 2008 existierende Band Impuls auf die Zustimmung des Publikums. Die Band spielte Coverversionen von AC/DC und Bon Jovi und präsentierte eigene Songs. Vor allem durch Mundpropaganda gelang es den Musikern, ihren Bekanntheitsgrad in der Castroper Musikszene zu erhöhen. Vom starken Besucherandrang waren sie aber überrascht. „Wir hätten nicht gedacht, dass so viele da sind“, sagte Sängerin Tammy Kalisch. Die Musiker freuten sich, dass auch viele Flüchtlinge aus der nahe gelegenen Unterkunft zum Konzert kamen und sogar nach Autogrammen fragten. „Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß“, sagte die Sängerin.

Ballons und Bastelaktionen für Kinder

Für die anwesenden Kinder gab es vielfältige Angebote. So konnten sie bei „Clownin Alfreda“ eine Ballon-Modellage erhalten und sich an Bastelaktionen versuchen. Außerdem gab es einen Schmink-Tisch und eine Spielecke.

Mit der Wiedereröffnung des Kinder- und Jugendzentrums soll laut Manfred Herold, Leiter des Stadtteilbüros Deininghausen, eine Belebung des seiner Ansicht nach oft zu Unrecht als sozialer Brennpunkt betrachteten Stadtteils erzielt werden. „Ich hoffe, dass mit der Wiedereröffnung von D-Town ein Ruck durch Deininghausen geht“, so Herold. Zudem solle gezeigt werden, dass die Menschen des Stadtteils nicht alleine gelassen werden. Für Herold wäre es ein Erfolg, wenn das D-Town im vierwöchigen Rhythmus ein Fest organisieren könnte.

Wichgtiger Bezugspunkt für die Integration von Flüchtlingen

Aus Sicht des Stadteilbüroleiters kann D-Town auch zu einem wichtigen Bezugspunkt für die Integration von Flüchtlingen werden. Die Kindergruppen des Zentrums nehmen auch Flüchtlingskinder auf und führen sie mit ihrer Arbeit Schritt für Schritt an die Gesellschaft heran. Des Weiteren ist das Zentrum laut Herold ein idealer Ort, um Kontakte zwischen Einheimischen und Flüchtlingen herzustellen.

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