Rauxeler mit Jamiroquai-Cover-Band auf Erfolgstour

90er-Jahre-Musik

Wenn es in den 90ern funky und groovy wurde, dann sorgte dafür meist die englische Band Jamiroquai. "Die haben mich damals gerettet", sagt Heyko Gülicher. Heute spielt der Dorf Rauxeler in einer Jamiroquai-Coverband, die sich im Rhein-Ruhrgebiet immer mehr Freunde erspielt.

DORF RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 04.05.2013, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heyko Gülicher spielt den Bass in der Jamiroquai Tribute-Band namens "Jamirolike".

Heyko Gülicher spielt den Bass in der Jamiroquai Tribute-Band namens "Jamirolike".

Es dauerte bis 2009, ehe "Jamirolike" das erste Mal auftraten. "Am schwierigsten war es, einen Keyboarder zu finden. Spieltechnisch ist die Musik von Jamiroquai nicht so ganz ohne. Da steckt viel drin. Zum Beispiel Funk-Jazz wie bei Roy Ayers oder Reaggae und Rock", so Heyko Gülicher, der seit Kindheitstagen Musik macht. Der 45-Jährige arbeitet heute als selbstständiger Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Musik hat ihn nie losgelassen, was auch das riesige CD-Regal in seiner Wohnung beweist. "Ich habe zuerst Blockflöte gelernt, was ich gehasst habe. Dann bekam ich Klavier-Unterricht und mit 18 hab ich mir meinen ersten Bass gekauft. Das war einfach mein Instrument", erzählt Gülicher. Als ihm jemand zeigte, wie man auf der E-Seite das Thema von "Smoke on the water" von Deep Purple spielt, "war‘s passiert". "Das Faszinierende am Bass", sagt er, "ist für mich die Verbindung zwischen Rhythmus und Melodie." Und von beidem gibt‘s bei Vorbild Jamiroquai jede Menge.

Das erste Stück von Jamiroquai hat Heyko Gülicher 1993 im Radio gehört: "Es hieß 'Too young to die' und ich dachte: endlich hat Stevie Wonder ’ne neue Platte gemacht. Das war die Initialzündung." Seither hat er jeden Ton der Band aufgesogen. Mit "Jamirolike" hat er heute 30 Stücke im Repertoire. 20 davon spielt die Band während ihrer zweistündigen Konzerte. Ob beim "Musiksommer" in Bochum oder bei "Soul am See" in Duisburg, "Jamirolike" ist zu einem gefragten Act geworden. "Unseren größten Auftritt hatten wir vor zwei Jahren bei der Düsseldorfer Jazz Rallye vor 1000 Leuten", berichtet Gülicher. Am Freitag, 17. Mai, ist „Jamirolike“ bei diesem Festival erneut im im Schlösser Quartier Bohème zu hören. "Leider sind wir noch nie in Castrop-Rauxel aufgetreten", bedauert Gülicher und hofft, dass sich das vielleicht noch in diesem Jahr ändert.

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