Recyclinghof könnte am 1. Januar an einen für viele Castrop-Rauxeler besseren Ort umziehen

rnMüllentsorgung

Ab dem 1. Januar werden sich die Castrop-Rauxeler mit einem neuen Standort des Recyclinghofes anfreunden müssen. Wo der liegen könnte, was sich ändert und was am alten Standort passiert.

Pöppinghausen

, 17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ende 2019 läuft der Vertrag zwischen dem Stadtbetrieb EUV und der Abfallbeseitigungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) in Herten über die Nutzung des Geländes in Pöppinghausen aus. Die AGR ist Hausherr auf der ehemaligen Müllkippe in Pöppinghausen und hatte viele Jahre lang einen Nutzungsvertrag mit dem EUV, der am Standort vor mittlerweile fast 25 Jahren den Recyclinghof aufgebaut hat.

Wir sind den Fragen nachgegangen, die sich daraus ergeben:

1. Wie geht es weiter, wenn der Nutzungsvertrag ausläuft?

2. Wann und wo wird es einen neuen Recyclinghof geben?

3. Gibt es Gedanken darüber, was sich an einem neuen Standort für die Bürger ändern könnte/wird?

4. Was passiert mit dem Standort in Pöppinghausen?

1. Wie geht es weiter, wenn der Nutzungsvertrag ausläuft?

Von EUV-Sprecherin Sabine Latterner heißt es dazu lediglich: „Es ist richtig, dass die Nutzung des derzeitigen Standortes des Recyclinghofes zum Ende dieses Jahres ausläuft.“

Recyclinghof könnte am 1. Januar an einen für viele Castrop-Rauxeler besseren Ort umziehen

Der Recyclinghof ist auf der Altdeponie. Die wird von der AGR saniert. © Thomas Schroeter

2. Wann und wo wird es einen neuen Recyclinghof geben?

Wiederum Sabine Latterner: „Ein Umzug wird zum Beginn des Jahres 2020 erfolgen. Bezüglich des neuen Standortes laufen derzeit noch interne und vertragliche Abstimmungen. Sobald diese abgeschlossen sind, was in nächster Zeit der Fall sein wird, werden wir den Bürgerinnen und Bürgern den neuen Standort vorstellen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die genannten Abstimmungen noch abzuwarten. Hier bitten wir um Verständnis.“

Zum Hintergrund: Seit längerem gibt es Anzeichen, dass das alte Kraftwerksgelände an der B235/Klöcknerstraße in Habinghorst als Standort diskutiert wird. Er läge damit nicht mehr ganz abgelegen am Stadtrand, sondern rückte näher zur Mitte. Ein Anwohner des Fuchswegs in Merklinde ganz im Süden hätte 7,5 Kilometer statt der bisherigen 10,5 Kilometer zu fahren.

Recyclinghof könnte am 1. Januar an einen für viele Castrop-Rauxeler besseren Ort umziehen

Auf dieser Fläche könnte ein Entsorgungshof entstehen. Auch ein Fußballplatz und eine Feuerwache wären Optionen, die sich die Stadt zumindest sichern möchte. Früher war hier das Eon-Kraftwerk, danach zeitweise eine Flüchtlings-Notunterkunft. © Tobias Weckenbrock

3. Gibt es Gedanken darüber, was sich an einem neuen Standort für die Bürger ändern könnte/wird?

Die CDU hatte im letzten Rat zwei Anträge zum Recyclinghof gestellt. Darin geht es unter anderem um die Frage, ob die Öffnungszeiten des Recyclinghofes verlängert werden können und ob eine Abgabe künftig nicht kostenlos erfolgen könne. Zudem steht seit längerer Zeit die Frage im Raum, ob es an einem neuen Standort auch ein erweitertes Angebot für Bürger geben könnte. Die ersten beiden Fragen der CDU sollen vom EUV untersucht werden, so lautete der Auftrag. Ob es einen erweiterten Service geben könnte, muss man ebenfalls abwarten.

4. Was passiert mit dem Standort in Pöppinghausen?

Für den Standort ist die AGR zuständig. Dr. Jürgen Fröhlich, Leiter der Unternehmenskommunikation: „Nach Rückbau des Recyclinghofs wird die AGR auf diesem Gelände Stilllegungs- und Nachsorgemaßnahmen gemäß den genehmigungsrechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen durchführen.“

Wie das aussehen könnte, kann man in Pöppinghausen bereits beobachten. Die dort gelegene ehemalige Zentraldeponie Castrop-Rauxel besteht aus zwei Teilen, dem sogenannten Altbereich und dem Neubereich. Die Ablagerung unter der Zuständigkeit der Stadt Castrop-Rauxel im Altbereich wurde 1985 beendet, im Neubereich unter Zuständigkeit der AGR 1999. Laut Fröhlich befinden sich beide Bereiche aktuell in der daran anschließenden Stilllegungsphase in Zuständigkeit der AGR.

Recyclinghof könnte am 1. Januar an einen für viele Castrop-Rauxeler besseren Ort umziehen

An der Pöppinghauser Straße wird derzeit die Oberfläche der Altdeponie abgedeckt. © Thomas Schroeter

Fröhlich: „Im Rahmen der Stilllegungsphase wird eine Deponie mit einer Oberflächendichtung versehen. Zusätzlich wird eine Rekultivierungsschicht aufgebracht, die mit einer entsprechenden Bepflanzung versehen wird. Diese Arbeiten sind überwiegend bereits abgeschlossen. Nach Abschluss aller Maßnahmen geht die Deponie in die sogenannte Nachsorgephase über.“

Regelmäßig gebe es Überwachungsmaßnahmen nach der Deponieverordnung.

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