Rewe sucht neuen Standort - in Castrop-Rauxel?

Logistik soll umziehen

Rewe Dortmund sucht einen neuen Standort für seine Logistik-Töchter. Und zwar nicht nur in der Heimat, sondern auch in der Nachbarschaft. Ob Castrop-Rauxel in Frage kommt, ist unklar. Auch, weil es noch keinen direkten Kontakt gegeben hat. Zumindest nicht offiziell.

CASTROP-RAUXEL

, 13.08.2015, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Rütgers-Gelände in Rauxel aus der Luft: Auf dem Gelände gibt es noch Freiflächen – und es ist an drei Verkehrswege angebunden, was für ein Logistikunternehmen durchaus interessant sein dürfte.

Das Rütgers-Gelände in Rauxel aus der Luft: Auf dem Gelände gibt es noch Freiflächen – und es ist an drei Verkehrswege angebunden, was für ein Logistikunternehmen durchaus interessant sein dürfte.

Tatsache ist, dass es erst vor kurzem Anfragen für Flächen bei der städtischen Wirtschaftsförderung gegeben hat. Ob eine der Anfragen tatsächlich von Rewe kommt, ist unklar. Das suchende Unternehmen hat eine Düsseldorfer Firma beauftragt, einen passenden Standort zu finden. Zumindest die Größenordnung von 70.000 Quadratmetern würde bei einer der Anfragen passen.

Angeboten worden ist seitens der Wirtschaftsförderung eine entsprechende Fläche im Logistikpark Graf Schwerin. Das hat Wirtschaftsförderer Thomas Ratte am Donnerstag erklärt. 

Keine konkreten Ergebnisse

Allerdings ist die Größenordnung, in der Rewe sucht, bislang nicht öffentlich bekannt. Auch ist noch unklar, ob nur die Rewe-Tochter Doego einen neuen Sitz bekommt, oder alle Töchter des Unternehmens zusammengezogen werden sollen.

Das Unternehmen selbst erklärte im Gespräch mit unserer Dortmunder Redaktion, dass es Pläne für ein neues Frischelager gebe. Konkrete Ergebnisse gebe es jedoch nicht, so eine Sprecherin.

Bislang sitzt Doego in der östlichen Dortmunder Innenstadt. Von dort werden sämtliche Märkte in Dortmund mit Obst und Gemüse beliefert. 250 Mitarbeiter sind bei Doego beschäftigt. Sollte sich Rewe dazu entscheiden, Dortmund mit seinen Töchtern zu verlassen, würden ziemlich wahrscheinlich am neuen Standort neue Jobs entstehen.

"Einen Logistiker hier anzusiedeln, ist nicht unspannend", sagte Thomas Ratte am Donnerstag. Bei den vorhandenen Flächen im Bestand sei es jedoch auch wichtig, im Vorfeld abzuklären, wie genau die Pläne des Logistikers aussehen.

Denn in den meisten Fällen dürfen die Standorte nur zu den Kernarbeitszeiten – also zwischen 6 und 22 Uhr – bespielt werden. Die Nachtruhe, so Ratte, sei in jedem Falle einzuhalten. Einen 24-Stunden-Standort gebe es lediglich noch am Deininghauser Weg.

Anbindung ist wichtig

Auch die Art der Anbindung spiele bei einer möglichen Ansiedlung eine wichtige Rolle. Eine dreifache Anbindung – also Erreichbarkeit über Schiene, Wasser und Straße – gebe es beispielsweise nur am Rütgerswerk. Dort gibt es ebenfalls noch freie Flächen. Insgesamt rund 15 Hektar, wie Ratte schätzt.

In Dortmund gibt es drei Standorte, die für Rewe interessant sein könnten. Die kleinste Fläche wird mit drei Hektar angegeben. Die beiden größeren sind mit 25 und 33 Hektar ausgewiesen. Ob Castrop-Rauxel wirklich eine Chance darauf hat, Rewes Logistik-Zweig in die Europastadt zu lotsen, ist offen.

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