Rochus-Stationsleiterin verteidigt Info-Fluss im Castroper Krankenhaus

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Neun Coronavirus-Fälle im Rochus-Hospital zeigen: Auch Kliniken sind trotz aller Hygiene nicht vor Ansteckungen gefeit. Kritik an der internen Kommunikation kontert nun aber eine Stationsleiterin.

Castrop-Rauxel

, 22.08.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

An welcher Stelle die Coronavirus-Infektionen im Castroper St.-Rochus-Hospital ausgebrochen war, das war unklar. Erst über eine interne Quelle war diese Information für unsere Redaktion zu validieren. Die St.-Lukas-Gesellschaft verwies unsere Redaktion bei Fragen zum Coronavirus-Ausbruch an die Kreisverwaltung und antwortete nur recht allgemein auf Fragen zu den Hygiene- Sicherheitsvorkehrungen.

Das Kreis-Gesundheitsamt nannte zwar Details zum Umgang mit den Infektionen, aber nicht, woher der Ausbruch kam. Kritik an der Kommunikation gab es auch aus Krankenhaus-Mitarbeiterkreisen. Nun aber wird diese klar gekontert: Stationsleiterin Bianca Brauckhoff schreibt an unsere Redaktion: „Als langjährige Mitarbeiterin und Stationsleitung bin ich zutiefst erschrocken über die Aussagen einer angeblichen ‚Quelle‘ aus unserem Haus.“

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Die Äußerungen könne sie „und eine Vielzahl meiner Kolleginnen und Kollegen nicht nachvollziehen“. Man werde täglich und ausführlich durch Informationsschreiben von der Pflegedirektion, der Standortleitung und dem ärztlichen Direktor über die aktuellen Geschehnisse informiert.

„Es ist meine Pflicht“

Als leitende Mitarbeiterin sei es ihre Pflicht, „die Informationen an alle mir anvertrauten Mitarbeiter weiterzugeben. Dies erfolgt ebenfalls täglich.“ Zusätzlich stehe jedem Mitarbeiter das Intranet zur Verfügung. „Dort sind tagesaktuell alle Informationen nachzulesen.“

Die Bitte, sich privat keinem Ansteckungsrisiko auszusetzen, sei in Leitungsbesprechungen regelmäßig thematisiert worden. „Das Haus ist in diesem Fall natürlich auf die Eigenverantwortung des einzelnen Mitarbeiters angewiesen.“

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Corona sei für jeden im Gesundheitswesen eine absolute Herausforderung, der man sich jeden Tag stellen müsse. „Trotz alledem sind meine Vorgesetzten immer für mich erreichbar, helfen und unterstützten wo es nur geht“, so Bianca Brauckhoff.

Die zweite Corona-Testrunde am Rochus-Hospital ist in dieser Woche gelaufen. Das Kreis-Gesundheitsamt verfügte dabei, erneut Abstriche bei Mitarbeitern und Patienten zu nehmen. Rund 100 Personen wurden abgestrichen. Dabei traten weitere Positivfälle auf: Die Gesamtzahl liegt nach Angaben des Kreises von Freitagnachmittag bei 14 Sars-CoV2-positiven Personen. In der kommenden Woche wird es eine dritte Testungsrunde geben. „Das Ausbruchsgeschehen“, sagte Kreissprecher Jochem Manz am Freitag, „ist noch nicht unter Kontrolle.“

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