Ruhe in die Schuldiskussion bringen

Franz-Hillebrand-Hauptschule

Die Schulleitung der Franz-Hillebrand-Hauptschule will zunächst eins: Dass sich die Situation wieder beruhigt. Das machten Schulleiter Peter Braukmann und seine Stellvertreterin Christiane Harder gestern klar.

ICKERN

von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 25.01.2011, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Schüler, Eltern und Kooperationspartner haben schon aufgeregt nachgefragt, was jetzt passiere," schilderte Braukmann  in einem Pressegespräch. Am Montag vergangener Woche hatte die Stadtspitze bei der offiziellen Präsentation des Schulentwicklungsplans (SEP) das Aus für die Hauptschule an der Uferstraße nicht dementiert und die Waltroper Paul-Dohrmann-Schule als möglichen Nachfolger genannt.Es läuft alles normal weiter

Die Nachricht von der Förderschule, mit denen die Hillebrand-Schule laut Braukmann sehr gut zusammenarbeite, kam für ihn und sein Kollegium überraschend. Über die Grundlinien seiner Sichtweise habe Autor Hubertus Schober sie vor etwa drei Wochen informiert. "Wir sind weit davon entfernt, eine klar umrissene Stellungnahme abzugeben", erklärte Braukmann, "betonen aber, dass bei uns erst mal alles ganz normal weiterläuft." Seine Schule wolle sich konstruktiv am Diskussionsprozess beteiligen und auch die Politik einladen. Verständnis Dass sich der Schulträger Gedanken machen müsse, "das verstehen wir." Wobei man grundsätzlich auf gute Erfahrungen mit der Stadt verweisen könne, die den Standort zu einem Kleinod gemacht hätte. Braukmann: "Wir gucken durchaus optimistisch in die Zukunft und setzen darauf, dass sich die Qualität schulischer Arbeit weiter entwickelt." Seine Schule zeichne sich dadurch aus, dass sie eine relativ geringe Zahl von Sitzenbleibern habe, gute Abschlüsse und eine hohe Quote von Schülern, die eine Ausbildung begännen."Schon fatal für uns"

Dafür brauche man gewisse Grundvoraussetzungen wie etwa ein spezielles Lernumfeld mit individueller Förderung. "Unsere Schüler sind eben Schüler, die Lernprobleme haben." Was die noch zu diskutierenden Denkmodelle für die Zukunft angeht, versicherten Braukmann und Konrektorin Christiane Harder, für alle Kooperations-Modelle offen zu sein. Das Bekanntwerden des SEP zum jetzigen Zeitpunkt "war schon fatal für uns", betont Harder. In knapp vier Wochen läuft die Anmeldungzu den weiterführenden Schulen. 18 Schüler braucht man, um eine neue 5-er Klasse bilden zu können. 2010 gab es 22 Anmeldungen.

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