Schlagkräftiges Verbal-Duell der Fußball-Legenden

Willi "Ente" Lippens und Gerald Asamoah

"Wir freuen uns auf einen Abend mit zwei geilen Typen", leitete ARD-Moderator Peter Großmann die Fußball-Talkrunde im Adventszelt auf dem Castrop-Rauxeler Marktplatz ein. Mit Willi "Ente" Lippens und Gerald Asamoah waren zwei Ex-Profis geladen, die sich im Laufe ihrer Karriere einen Legenden-Status erarbeiteten. Doch die beiden waren nicht die einzigen Fußball-Größen im Zelt.

CASTROP-RAUXEL

, 26.11.2015, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf der einen Seite Lippens, der von 1965 bis 1976 für Rot-Weiss Essen auflief und dann für zwei Jahre zu Borussia Dortmund wechselte. Auf der anderen Gerald Asamoah, zwölf Jahre (1999-2011) beim FC Schalke 04 unter Vertrag. Klingt nach viel Rivalität, davon war aber nichts zu spüren. Lippens erklärte: „Hätte sich damals Schalke statt Essen um mich bemüht, wäre ich dorthin gegangen, da muss ich ehrlich sein.“

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Mit flotten Sprüchen ging die Talk-Runde weiter. Angesprochen auf sein vor sich stehendes Bier, erwiderte Lippens: „Ja klar, 20 Bier sind ein Graubrot.“ Es blieb aber bei dem einen Getränk.

Die Themen waren vielfältig. Hauptsächlich wurden Fußball-Vergleiche zwischen früher und heute diskutiert. Aber auch einige Anekdoten gaben die Ex-Profis preis. So war der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer ebenfalls im Adventszelt anwesend. Asamoah berichtete: „Ich hatte mal Stress mit meiner Frau. Da sagte Herr Assauer: ‚Junge, hol ihr mal Blumen‘. Das hat gewirkt.“

Lieblings-Gegner Vogts

„Ente“ Lippens, der ein Länderspiel für die Niederlande aufweisen kann, erzählte von seinem „Lieblings-Gegenspieler“, Berti Vogts (Borussia Mönchengladbach). „Es gibt Gegner, da kannst du mich nachts für wecken. Der Berti hatte doch schon acht Tage vor dem Spiel gegen mich Dünnschiss.“

Zum Abschluss wurde die Rivalität zwischen den Klubs der beiden ehemaligen Fußballer noch einmal aufgegriffen. Vor allem für Gerald Asamoah gab es einen klaren Standpunkt. Der 43-fache deutsche Nationalspieler erklärte: „Unser früherer Trainer Felix Magath hat mich mal nach Dortmund zum Arzt geschickt, das ging gar nicht, da wollte ich nicht mehr hin.“ Eine Schalker Legende eben. Genauso wäre es für Lippens nach Gelsenkirchen wohl auch kein leichter Schritt geworden. 

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