Loch an Loch: Konkurrenz für die schlechteste Straße in Castrop-Rauxel

rnSchlaglochpisten

Die Wewelingstraße bekommt weiter Konkurrenz als schlechteste Straße Castrop-Rauxels. Unsere Leser haben inzwischen weitere Straßen im Norden und im Süden der Stadt für den Titel nominiert.

Castrop-Rauxel

, 05.08.2020, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wewelingstraße in Pöppinghausen hat den Ruf der „Schlechtesten Straße in Castrop-Rauxel“ nicht umsonst. Die Straße ist seit vielen Jahren in einem kümmerlichen Zustand, der für Reifen und Räder von Autos gefährlich ist, für Radfahrer aber eine Vollkatastrophe darstellt.

Die Straße soll gemacht werden, das hat der EUV versprochen, nur die Mittel aus einem Fördertopf des Landesbetriebs Straßen NRW sind noch nicht schriftlich bewilligt. Die Menschen in Pöppinghausen dürfen aber immerhin hoffen und auf die nahe Zukunft setzen.

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Ähnliches gilt für die Habinghorster, die an oder in der Nähe der Friesenstraße und der Frankenstraße wohnen. Beide Straßen sind ebenfalls von Schlaglöchern geprägt, aus denen oft der Splitt nur so herausspritzt beim Befahren der Straße. Aber auch hier ist der EUV am Ball. Wie EUV-Sprecherin Sabine Latterner berichtete, sei in der Frankenstraße für Frühjahr 2021 eine Kanal-Erneuerung geplant. Und nach Abschluss der Kanalarbeiten werde die Asphaltdecke neu aufgebracht.

Eine Sanierung der Friesenstraße ist zwar noch nicht terminiert, aber immerhin habe der Stadtbetrieb auch diese Straße auf dem Schirm, versicherte Sabine Latterner unserer Redaktion.

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Schlimmste Straße Castrop-Rauxels

Die Berichte über diese Katastrophen-Straßen haben weitere Leser auf den Plan gebracht, die ebenfalls auf schlimme Straßen in Castrop-Rauxel hinweisen. Die liegen im Süden der Stadt, aber auch ganz weit oben im Norden.

Günther Gerhard etwa zeigt bei dieser Diskussion nach Henrichenburg und nach Ickern: „Fahren Sie doch mal probeweise auf der Kainhorststraße vom Hof Sanders an der B235 zu Autoverwerter Guth an der Hagenstraße. Böse Zungen behaupten, dass man sein Auto dann gleich dort lassen könnte.“

Wenn man, statt in die Hagenstraße einzubiegen, kurz später links abbiege, um die Eschstraße zu besuchen oder etwa der Kainhorststraße geradeaus weiter folge zur Voerstestraße in Ickern, werde der Straßenzustand auch nicht besser.

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Und Gerhard hat noch mehr Beispiele: „Die Lakestraße in Ickern hat im Abschnitt von der Ickerner Straße bis In der Mark eine ansehnliche Anzahl von Schlaglöchern beachtlicher Qualität. Ich möchte dort nicht im Dunkeln mit dem Rad fahren müssen, da würde ich lieber einen Umweg in Kauf nehmen, denn das ein oder andere Schlagloch dort könnte sich in Verbindung mit meinem Übergewicht durchaus als „Speichenkiller“ profilieren.“

Und gleich zwei Leser bringen die Oestricher Straße in Dingen ins Rennen um den Titel der „Schlechtesten Straße Castrop-Rauxels“: Karsten Hoch schreibt dazu: „Die Oestricher Straße in Dingen/Deininghausen gehört sicherlich zu den Top 5 der schlechtesten Straßen Castrop-Rauxels. Das ist schlicht nur noch eine Holperpiste. Immerhin hat sie durch den Zustand eine verkehrsberuhigende Wirkung – gerast werden kann da nicht.“

Auch neben den Straßen sehe es in Dingen nicht überall allzu gut aus, bemängelt Artur Poppe.

Auch neben den Straßen sehe es in Dingen nicht überall allzu gut aus, bemängelt Artur Poppe. © Arthur Poppe

Unterstützung erhält Karsten Hoch in dieser Ansicht von Artur Poppe. Zwischen Oststraße und Westheide sei diese Straße ein Flickenteppich mit zum Teil gefährlich tiefen Schlaglöchern, bei Dunkelheit besonders gefahrvoll, insbesondere, wenn man bei Gegenverkehr bis an den Rand ausweichen muss.

Poppe findet aber nicht nur den Straßenbelag bedenklich: „Auch das von der Stadt für Dingen angelegte Schmuckstück im Zentrum von Dingen, eine ursprünglich gepflegte Rasenfläche mit Sitzbank, wird schlecht gepflegt und verwildert ebenso wie die Verkehrsinsel nebenan.“

Der EUV und die Schlaglochpisten der Stadt

Wie der Stadtbetrieb EUV mit all den Schlaglochpisten der Stadt umgeht, wie viel Geld er überhaupt für die Unterhaltung der innerstädtischen Straßen zur Verfügung hat und wie er diese Mittel priorisiert, dazu hat uns der EUV am Dienstag (4.8.) Rede und Antwort gestanden. Mehr dazu lesen Sie in einem weiteren Bericht unserer Redaktion.

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