Schulhofpläne der Elisabeth-Schule vorerst auf Eis

Bauliche Mängel

Frust statt Freude bei der Elisabeth-Schule in Obercastrop: Zwar hat die Schule bei der Sparda-Spendenwahl 2016 den ersten Platz und damit 6000 Euro für die Verschönerung ihres Schulhofes gewonnen. Doch tauchte unterdessen das Gerücht auf, dass das Gebäude wegen baulicher Mängel abgerissen werden muss.

OBERCASTROP

, 14.05.2016, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Grund: An dem gut 100 Jahre alten Gebäude sind im Oktober 2015 bauliche Schäden festgestellt worden, die im schlimmsten Fall sogar den Abriss des Gebäudes zur Folge haben könnten. Auch wenn derzeit im Ortsteil Gerüchte kursieren, dass ein Abriss bereits feststeht - das sei reine Spekulation, wie Roswitha Nickel, Chefin des städtischen Gebäudemanagements, versicherte: „Ich sehe keinen Abriss der Schule, aber wir müssen wohl viel Geld dort hineinstecken“, gab sie Freitag eine sehr vorsichtige Einschätzung.

Was tatsächlich alles zu tun ist, soll jetzt systematisch in einem externen Fachgutachten geklärt werden. Nach den Worten Nickels soll die Expertise zum Ende der Sommerferien vorliegen. Die Existenz dieses noch zu erstellenden Gutachtens war bislang unbekannt und ist unserer Redaktion erst auf ausdrückliches Nachfragen bestätigt worden. Auch die Schulleitung war nicht informiert worden, was auch der Hauptgrund für die kollektive Empörung ist.

Verärgert über die Stadt

Auf unsere Anfrage, warum die Schulleitung eigentlich nichts von dem Gutachten wisse, sagte die Immobilienmanagements-Chefin: „Das müssen wir der Schulleitung auch nicht mitteilen.“ Das sieht Bernadette Schwirtz, kommissarische Schulleiterin allerdings vollkommen anders. „Das ist ein Hohn, dass wir davon nichts wussten“, erklärte sie Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion. Weder bei einer Schulhofbegehung mit Bereichsleiterin Regina Kleff im März noch bei einer Bürgermeistersprechstunde im April habe man einen Wink bekommen, dass es Unsicherheiten über die Zukunft der Schule geben könnte.

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„Wir sind erbost, das wäre doch ein Gebot der Fairness gewesen“, empörte sie sich. „Wie stehen wir denn jetzt vor den Eltern da?“, echauffierte sich auch die Fördervereinsvorsitzende Christiane Heinze. Lehrerinnen und Fördervereinsfrauen trugen am Freitag ihren Unmut auch im Schulausschuss vor. Dort war Bürgermeister Rajko Kravanja bemüht, die Wogen zu glätten und bekräftigte seine Unterstützung für die Schule.

Der Schulstandort bleibt

Das Gutachten spielte er als „reine Routinemaßnahme“ herunter. Zuvor hatte er auf Anfrage unserer Redaktion nicht selbst Stellung genommen, gab aber via Pressestelle eine Garantieerklärung für den Standort ab. „Der Schulstandort Elisabeth-Schule wird noch jahrzehntelang benötigt werden“, ließ er verlauten.

Wettbewerb gewonnen
Bei der Sparda-Spendenwahl 2016 hat die Elisabethschule den ersten Platz errungen und damit für ihr Projekt Schulhoflandschaft 6000 Euro gewonnen.
ASG und EBG kamen in der Kategorie „Große Schulen“ mit ihren Projekten „Fünferolympiade“ auf Platz 22 (2000 Euro) und „Zirkus“ auf Platz 36 (1000 Euro).

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