Kravanja: „Schulstart und Ladenöffnung sind Herausforderungen für uns“

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Die Organisation des Schulstarts und die Kontrolle der ab Montag geöffneten Läden in Castrop-Rauxel bezeichnet Bürgermeister Rajko Kravanja als große Herausforderungen der nächsten Tage.

Castrop-Rauxel

, 15.04.2020, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch dauerte es bis weit in den späten Nachmittag hinein, bis Bundeskanzlerin Angela Merkel und dann auch Ministerpräsident Armin Laschet die neuen Beschlüsse in der Corona-Krise mitteilten.

Unmittelbar nach Laschets Pressekonferenz konnten wir am frühen Abend mit Bürgermeister Rajko Kravanja über die Aufgaben sprechen, die auf Castrop-Rauxel zukommen.

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Als besondere Herausforderung sieht Kravanja die Wiederöffnung der Schulen an. „Zumal es da zwischen Laschet und der Pressekonferenz der Kanzlerin etwas indifferent zuging“, so Kravanja, der aber noch die schriftlichen Anweisungen abwarten will und muss.

Schulen sind eine große Herausforderung

„Für uns wird es aber nun entscheidend wichtig, dass wir die Schulen auf den Wiederbeginn vorbereiten. Welche Schüler auch wann kommen mögen“, so Kravanja. Laschet hatte verkündet, dass die Abiturjahrgänge und die Abschlussklassen etwa der Realschulen bereits ab Montag wieder unterrichtet werden sollen.

„Wir haben da natürlich schon viel vorbereitet“, betont Kravanja. Und sich auch in Videokonferenzen mit den Schulleitungen ausgetauscht. „Für uns als Schulträger geht es da um Fragen wie: Welche Räume werden aufgemacht? Brauchen wir zusätzliches Personal, brauchen wir Desinfektionsschulungen? Wie regeln wir die Schülerbeförderung mit den nötigen Abstandsregeln? Wie stellen wir Hygienepläne für jede Schule auf?“, so Kravanja.

Da sei er froh um jeden Tag, der bleibe. Er sei überrascht, dass Armin Laschet den Wiederbeginn des Unterrichts für Abiturienten und die Zehntklässler der Realschulen schon für kommende Woche angekündigt habe. „Da bin ich gespannt, wie das zu stemmen ist.“

Ladenöffnung kann ab Montag kommen

Auf die anstehenden Ladenöffnungen für alle Geschäfte bis 800 Quadratmeter Größe sei man gut vorbereitet. „Da haben wir uns personell gut aufgestellt und werden die Anforderungen in der nächsten Zeit auch intensiv kontrollieren“, so Kravanja. Er habe da aber gar keine Befürchtungen, weil sich die Regeln eingeschliffen hätten und er an das Verantwortungsbewusstsein der Händler glaube.

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„Allein die Absage aller Großereignisse bis zum 31. August zeigt aber, dass die Lage immer noch sehr ernst ist, so schade das auch etwa für ‚Castrop kocht über‘ oder unser Europafest ist“, sieht Rajko Kravanja die Stadtgesellschaft weiter in der Pflicht. Man habe sich gemeinsam auf die nötigen Maßnahmen eingestellt, dürfe jetzt aber nicht in der Vorsicht nachlassen: „Das ist eine langfristige Herausforderung“, ließ er keinen Zweifel.

Wie es mit anderen Veranstaltungen, mit dem typischen Kleingartenfest um die Ecke, aussieht, werde dagegen sicherlich in nächster Zeit neu zu bewerten sein.

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