Schulung der Hausmeister für 1000 Euro

CASTROP-RAUXEL Unzählige Zähler, ein kaum zu übersehender Wust an Rechnungen und Hausmeister, die dringend geschult werden müssen. Bis die Stadt in ihren 150 Immobilien wirklich Energiekosten einsparen kann, ist eine Menge zu ordnen.

von Von Peter Wulle

, 10.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Schulung der Hausmeister für 1000 Euro

Wenn der Stromzähler rattert....

Launig und gleichwohl handlungsorientiert wurden im Umweltausschuss erstmals die Energieverbräuche an Schulen, Kindergärten und Sportplätzen erörtert. Wie berichtet, ist vom Immobilienmanagement eine Übersicht über sämtliche Nebenkostenabrechnungen erstellt worden. "Unglaublich, über wie viele Kleinstmengen-Zähler die Stadt verfügt", stellte Matthias Hart von der CDU fest und riet, diese dringend abzuklemmen. Kurios ist zum Beispiel ein Gas-Zähler am Ernst-Barlach-Gymnasium, der für 2006 einen Verbrauch von acht Kubikmetern anzeigte. "Es handelt sich dabei um einen Experimentiertisch im Chemieraum. Der hat einen eigenen Zähler", stellte Wolfgang Stark, der Leiter des Immobilienmanagements zur allgemeinen Erheiterung fest.

Daten jetzt analysieren

Generell bekam er viel Lob für das gewaltige Zahlenwerk. "Endlich haben wir diese Daten und können diese nun analysieren und daraus ein Handlungskonzept entwickeln", meinte Ulrich Werkle von den Grünen. Wie schwierig es werden kann, die Zahlen richtig zu lesen, zeigte eine weitere Anekdote von Wolfgang Stark. Danach wurden im vergangenen Jahr gar keine Heizkosten für die Johannes-Rau-Realschule bezahlt. "Der Versorger hat die Rechnung vergessen. Da werden die Kosten in diesem Jahr also doppelt so hoch sein", erklärte Stark.

Nebenkosten prüfen

Ein Auszubildender der Verwaltung ist schon dabei die Nebenkostenrechnungen mal genauer zu untersuchen. In zwei Jahren zum Beispiel läuft der Vertrag mit dem Stromversorger RWE ab. "Wir beobachten jetzt mal den Markt", sagte Michael Werner vom EUV.

Dass die Verwaltung für 1000 Euro pro Tag den Hausmeistern von externen Beratern erklären lassen will, "dass sie freitags die Heizung runter regeln", fand Matthias Hart reichlich übertrieben. "Für 1000 Euro am Tag biete ich mich da sofort an", meinte er.

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