Sind Hallenböden in Castrop-Rauxel zu rutschig?

Verletzungen bei Korfballern

Die Sportler haben die Nase voll: An den vergangenen Spieltagen gab es laut ihrer Aussage drei Knieverletzungen bei Korfballspielen in den Hallen Castrop-Rauxels. War das nur Pech? Oder liegt es wirklich daran, dass seit einiger Zeit der Hallenboden „mega-rutschig“ ist? Wir haben nachgefragt.

CASTROP-RAUXEL

, 07.12.2016, 05:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sind Hallenböden in Castrop-Rauxel zu rutschig?

Sind die Böden der Sporthallen in Castrop-Rauxel zu rutschig? Diese Frage steht im Raum. Die Korfballer äußerten zuletzt den Verdacht auf einen Wechsel des Reinigungsmittels.

Was ist passiert?

An den vergangenen Spieltagen gab es drei Knie-Verletzte, wie unsere Sportredaktion am Wochenende erfuhr. Korfballer der verschiedenen Vereine beklagen, dass in den Hallen an der B 235, bei der Fritjof-Nansen-Realschule und der Johannes-Rau-Realschule (Sekundarschule Süd) der Boden „mega-rutschig“ (Zitat) sei.

Grund könnte laut Vermutung der Sportler Staub sein, es könnte aber auch ein Problem mit einem neuen oder anderen Reinigungsmittel sein. Vereinsverantwortliche hätten das Sportamt nach einem Trainingsabend in den vergangenen Wochen mehrfach auf eine Verletzungsgefahr hingewiesen. Daraufhin habe man aus „Kulanz“ einen Wischmopp zur Verfügung gestellt bekommen.

Ist der Verdacht der Sportler richtig?

Hat sich an der Reinigungsroutine etwas geändert? Die Stadt erklärt dazu: Die beiden städtischen Hallen (FNR und Sekundarschule) würden jeden Morgen vor Schulbeginn von städtischen Mitarbeitern gereinigt. Es komme ein spezielles Reinigungsmittel für Sporthallenböden zum Einsatz – aber seit Jahren das gleiche, das entsprechenden DIN-Normen unterliege. Die Stadt meint damit die DIN 18032 Teil 2, in der geregelt ist, dass Reinigungsmittel die Beschaffenheit der Böden an sich nicht verändern darf. In beiden Hallen werde mit einer Maschine gereinigt.

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Außerdem gebe es zwei umfangreiche Grundreinigungen im Jahr: Sieben bis neun Tage in den Sommerferien und zwei Tage in den Osterferien. „Insbesondere in den Osterferien kommen die Reinigungskräfte des städtischen Immobilienmanagements den Vereinen sehr entgegen“, so Maresa Hilleringmann von der Stadtverwaltung – „bei der Terminfindung, damit der Trainingsbetrieb so wenig wie möglich gestört wird oder ausfallen muss.“

Für die Halle an der B 235 ist der Kreis Recklinghausen als Schulträger des Berufskollegs zuständig. Pressesprecher Jochem Manz sagte am Dienstag auf Anfrage: „Wir sind zwar mit den Handballern des TuS Ickern wegen der Nutzung von Harz für die Bälle immer mal wieder im Gespräch, aber ansonsten haben wir keine neuen Reinigungs-Routinen oder -Mittel eingeführt.“

Sollen die Sportler die Halle tatsächlich selber mit dem Wischer reinigen?

Hilleringmann weiter: „Sollte über die morgendliche Reinigung hinaus Bedarf bestehen, steht ein großer Wischmopp zur Verfügung, mindestens 1,20 Meter breit, sodass die Nutzer der Halle ihr benötigtes Spielfeld bei Bedarf ohne großen Aufwand kurz selbst reinigen können.“ Dass es bei voller Auslastung der Halle und einem fast nahtlosen Übergang zwischen Schul- und Vereinssport im Laufe des Tages zu Staubentwicklung komme, bleibe oft nicht aus.

Insgesamt laufe die Zusammenarbeit des Bereichs Sport und Bäder mit Vereinen und Schulen sehr gut. „Man sucht bei Beschwerden jeglicher Art, die die Hallen betreffen, gemeinsam nach Lösungen.“

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