Skandal im Grundschul-Förderverein: Kassiererin verurteilt

Untreue-Prozess

CASTROP-RAUXEL Mindestens 25.000 Euro soll die ehemalige Kassiererin eines Grundschul-Fördervereins veruntreut und für sich selbst ausgegeben haben. Am Dienstag wurde sie dafür vom Dortmunder Schöffengericht verurteilt.

von Von Jörn Hartwich

, 26.05.2009, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach eigenen Angaben hatte sie das Amt der Kassiererin Ende 2003 übernommen. „Am Anfang hätte ich natürlich im Leben nicht gedacht, dass ich so etwas mal machen würde“, sagte die Angeklagte im Prozess. Zunächst habe sie sich das Geld auch nur ausleihen wollen. Doch irgendwann sei das Ganze dann zu einer Art Selbstläufer geworden. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich sogar davon ausgegangen, dass die 36-Jährige rund 40 000 Euro vom Konto des Fördervereins abgehoben hat. Das ließ sich im Prozess jedoch nicht eindeutig feststellen.

Eine Kontrolle der Angeklagten hat es im Förderverein offenbar nicht gegeben. Das hängt aber wohl auch damit zusammen, dass sie den Verein einst selbst gegründet hat und ihr Ehemann gleichzeitig Vorsitzender war. Eine Rückzahlung des Betrages hat es angeblich bis heute nicht gegeben. Das Urteil ist rechtskräftig.

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