So ist die Flüchtlings-Situation in Castrop-Rauxel

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In Dortmund sind aktuell 6800 von 8237 geflüchteten Menschen in Wohnungen untergebracht – das ergab eine Recherche der Deutschen Presseagentur. Aber wie ist das in Castrop-Rauxel? Und wie steht es eigentlich um die Unterkunft in der umgebauten Grundschule an der Marienburger Straße? Wir haben bei der Stadt nachgefragt.

CASTROP-RAUXEL

, 18.08.2017, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
So ist die Flüchtlings-Situation in Castrop-Rauxel

Zwölf-Bett-Zimmer gibt es im in diesem Jahr hergerichteten Pavillon auf dem Schulhof der Gesamtschule in Ickern: sechs Doppelbetten, kaum Privatsphäre. Die Unterkunft steht leer. Die meisten von der Stadt vorgehaltenen Plätze befinden sich aber in abgeschlossenen Wohnungen.

849 Plätze hält die Stadt Castrop-Rauxel in ihren eigenen Unterkünften vor, teilt Sprecherin Maresa Hilleringmann mit. 632 davon befinden sich in abgeschlossenen Wohnungen. Entweder wird dort einer Familie eine Wohnung zur Alleinnutzung zugewiesen, oder es werden Wohngemeinschaften gebildet, wenn es sich zum Beispiel um alleinstehende Männer oder alleinstehende Frauen handelt.

70 Flüchtlinge leben in eigens angemieteten Wohnungen

100 bis 120 Plätze – das schwankt von Tag zu Tag – sind aktuell frei in den städtischen Unterkünften. Sie werden für Geflüchtete und Obdachlose vorgehalten. Dazu zählen sowohl Plätze in Wohnungen als auch in der Sammelunterkunft ehemalige Harkortschule in Merklinde. „Aktuell gibt es also keinen Nachholbedarf, wir kommen gut mit unseren Kapazitäten aus“, bilanziert Hilleringmann.

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70 anerkannte Flüchtlinge leben derzeit in selbst angemieteten Wohnungen. Kleine Wohnungen für Einzelpersonen seien allerdings sowohl für deutsche Staatsangehörige als auch für anerkannte Flüchtlinge nur sehr schwer zu finden.

Die Situation vor Ort in den Unterkünften, so die Stadt-Pressestelle, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Asyl und Obdachlose bestens im Griff. „Tauchen Probleme oder Streitigkeiten auf, wird sofort gehandelt und geschlichtet“, erklärt Maresa Hilleringmann.

Unterkunft in der umgebauten Ickerner Grundschule steht leer

Der Umbau der ehemaligen Grundschule Marienburger Straße in Ickern ist inzwischen abgeschlossen. Der Pavillon ist schon länger fertig. Wann die Unterkunft belegt wird, könne aber derzeit weiterhin nicht abgeschätzt werden. Die letzte Zielvereinbarung mit der Bezirksregierung lautete, 20 Neuzuweisungen pro Woche zu schaffen. Sie lief von März bis Mai über zehn Wochen. „Die haben wir erfüllt“, so Hilleringmann. Seitdem gab es keine neuen Zuweisungen für die Stadt Castrop-Rauxel – und wann neue Zuweisungen kommen, sei nicht absehbar.

Dass die Unterkünfte nach der Sanierung und Aufbereitung des Schulgebäudes nun leer stehen, sieht die Stadtverwaltung nicht als Problem: „Wir sind eher froh, dass wir gut vorbereitet sind und noch Unterbringungskapazitäten haben“, so Hilleringmann.

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