So sieht eine Pinsa aus: Seit dem 23.11. gibt es die knackige italienische Spezialität in der Castroper Altstadt. © Tobias Weckenbrock
Neueröffnung

So schmeckt es bei „We are Pinsa“: Redaktion testet am Eröffnungstag

Einst Backwerk, heute „We are Pinsa“: In der Castroper Altstadt hat Dienstag ein neues Lokal eröffnet. Wir waren am ersten Tag da, haben drei der neuen „Pinsen“ getestet. Fazit: einmütig.

Wer von einer „Pinsa“ noch nie etwas gehört hat, der war mit unserer Redaktion vor wenigen Wochen noch in einem Bunde. Dass in der Castroper Altstadt ein neues Lokal eröffnet, in dem man eine Pinsa essen kann, war für uns absolutes Neuland. Am Dienstag (23.11.) war nun die Eröffnung – und wir waren mit die ersten Gäste. Drei Reporter testeten das neue Angebot.

„We are Pinsa“ an der Münsterstraße 5 gehört zur Unternehmensgruppe „Gastro & Soul“. So wie das Café del Sol. Und von dort kommt auch der neue Chef des Restaurants in der Castroper Altstadt: Rüstem Alemdar, seit 13 Jahren Küchenchef im Café an der Grutholzallee, hat den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Er ist Franchise-Nehmer des neuen Unternehmens „We are Pinsa“ und hat dessen sechste Filiale am Simon-Cohen-Platz eröffnet.

Sechs Wochen, sagt er, wolle er zum Start im neuen Geschäft sein, dann werde er wieder als Küchenchef im Café del Sol arbeiten und sich zwei Tage in der Woche um „We are Pinsa“ kümmern. Bis dahin sollen Mitarbeiter eingearbeitet sein.

Und erklärt uns das Prinzip: Die Pinsa wird als Rohling rechts in einen 370 Grad heißen Ofen geschoben. Teig, Soße und Käse und das Fleisch, falls bestellt, werden vier Minuten gebacken. Dann kommt die Pinsa links aus dem Ofen wieder heraus und wird mit Salat, Basilikum, Serrano-Schinken oder anderen frischen Zutaten belegt.

Der Test: Drei Redakteure, drei Pinsen

Wir haben zum Start den Test gemacht: Wir bestellen drei Pinsen (Bianci, Serrano, Flammkuchen) und bezahlen 23 Euro. Gäbe es das Eröffnungsangebot (bis 31. Januar 2022) nicht, hätten wir knapp 30 Euro bezahlt. Nach zehn Minuten stecken sie frisch vor unseren Augen zubereitet in den Pappkartons, per Label „Für dich“ zugeklebt und mit einem Cup cake als Eröffnungsgeschenk versüßt. Das geht flott, und der Schinken wird eigens abgewogen – „damit es jedes Mal genau gleich schmeckt“, sagt Rüstem Alemdar.

Aber was sagen die Kollegen? Wir teilen uns alle drei Pinsen, die von der Form her aussehen wie eine Mischung aus kreisrunder Pizza und rechteckigem Elsässer Flammkuchen. Der Teig ist recht dick, knackig-cross und damit nahrhaft, aber auch nicht schwerfällig.

Die Würze ist angemessen, die Zutaten qualitativ hochwertig, der Geschmack nicht hinreißend, aber gut. Nachdem jeder zwei von drei Stücken gegessen hat, fühlen wir uns schon satt. Aber wir sind neugierig und essen auch das jeweils dritte Stück noch auf.

Am Ende sind alle gesättigt und zufrieden. Die Idee, drei Sorten zu bestellen und sie zu teilen, finden wir charmant – das würden wir wieder so machen.

Aber würden wir uns wieder dort etwas zu essen holen? Bestimmt, aber nicht regelmäßig. Denn unterm Strich ist uns der Preis, die günstigste Pinsa kostet 6,95 Euro, die mit Serrano gibt es für 12,95 Euro, für einen Mittagstisch „to go“ zu hoch. Als Alternative zur günstigeren Pizza, Falafel-Tasche oder Bäckerei wird „We are Pinsa“ für uns aber ab und zu neue Anlaufstelle. Vor allem in der Eröffnungsphase, denn da gibt es ja das Angebot „drei bestellen, die günstigste geschenkt bekommen“.

Lieferdienst ist erstmal nicht geplant

Das Lokal selbst ist stylish eingerichtet. Die Küchentheke sieht gut aus, an der bunten Wand-Deko sticht vor allem das angeschraubte Rennrad heraus. Die Stühle und Bänke, Platz ist für etwa 30 Personen, sind bequem, es gibt viel Grün (Basilikum-Sträuße stehen auf jedem Tisch). Der Blick nach draußen ist am Markttag durch einen Lieferwagen verstellt, aber sonst in die Fußgängerzone gerichtet. Das Team ist freundlich und zuvorkommend. Man kann auch per App bestellen und abholen, gern auch schon drei Tage vorher für eine bestimmte Zeit. Ein Lieferdienst ist allerdings erst einmal nicht geplant.

Der Chef kenne den Markt in Castrop-Rauxel gut. Ein solch spezielles Angebot eher für ein junges Publikum fehle. „Hier gibt es gute Lokale, aber sie werden vor allem von Menschen über 60 Jahren genutzt. Das wollen wir ändern“, sagt er.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen der Medienwelt seit der Jahrtausendwende.
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Tobias Weckenbrock

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