So sieht Castrop-Rauxels "neue" Stadtbibliothek aus

Nach Umbau

Drei Wochen und drei Tage lang wurde gehämmert, geschraubt und gestrichen. "Gefühlte Monate" seien das gewesen, sagt Bibliothekarin Marion Hejazi. "Jedes Buch ist mindestens einmal durch unsere Hände gegangen." Einsatz, der sich gelohnt hat. Am Mittwoch war Besichtigungstermin in der runderneuerten Castrop-Rauxeler Stadtbibliothek. Wir waren mit der Kamera dabei.

CASTROP-RAUXEL

, 07.07.2016, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht Castrop-Rauxels "neue" Stadtbibliothek aus

In Zeiten von Spotify und Co. schafft die Bibliothek nur noch vereinzelt neue CDs an. Hörbücher seien aber immer noch der Renner, sagt VHS-Chefin Melanie Heine.

Was sofort ins Auge sticht: Der 20 Jahre alte Teppich ist raus. Ersetzt durch einen dunkelgrauen Kautschukboden. Der sieht nicht nur hübscher aus, er ist auch einfacher zu reinigen. Das wird sich spätestens dann bewähren, wenn der erste Gast seinen Kaffee verschüttet.

Cappuccino aus dem Vollautomaten

Womit wir auch schon beim Highlight der „neuen“ Bibliothek wären: dem Lese-Café direkt neben dem Empfangsbereich. Dort, wo vorher die Lern-Ecke war, laden jetzt rote Sofas und schwarze Stühle zum Verweilen ein. Die weiße Wandfarbe ist einem Farbton gewichen, der in etwa dem des Cappuccinos entspricht, den man sich am neuen Kaffeevollautomaten ziehen kann. „Wir wollten die Aufenthaltsqualität steigern“, sagt VHS-Chefin Melanie Heine. „Das gehört schließlich heute mit dazu.“

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So sieht die renovierte Stadtbibliothek aus

Drei Wochen und drei Tage lang wurde gehämmert, geschraubt und gestrichen. „Gefühlte Monate“ seien das gewesen, sagt Bibliothekarin Marion Hejazi, die fleißig mit angepackt hat und deshalb „bis heute jeden Knochen“ spürt. „Jedes Buch ist ja mindestens einmal durch unsere Hände gegangen.“ Einsatz, der sich gelohnt hat. Am Mittwoch war Besichtigungstermin in der runderneuerten Castrop-Rauxeler Stadtbibliothek. Wir waren mit der Kamera dabei.
08.07.2016
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Selbst ist die Frau: Mitarbeiterin Manuela Borgers (v.l.), Bibliothekarin Marion Hejazi, Auszubildende Lena Kortmann und Bibliothekarin Elisabeth Langohr haben bei den umfangreichen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten in der Stadtbibliothek Castrop-Rauxel mit angepackt.© Foto: Robert Wojtasik
Kaffee gefällig? Im nigelnagelneuen Lese-Café kann man es sich gemütlich und die aktuelle Tageszeitung durchblättern.© Foto: Robert Wojtasik
Die neuen PCs wurden gleich am ersten Tag gut angenommen. Dieser junge Mann schreibt gerade eine Bewerbung.© Foto: Robert Wojtasik
Hier ist Platz für Theateraufführungen und Lesungen. Das erste Stück wird am 3. August aufgeführt.© Foto: Robert Wojtasik
In Zeiten von Spotify und Co. schafft die Bibliothek nur noch vereinzelt neue CDs an. Hörbücher seien aber immer noch der Renner, sagt VHS-Chefin Melanie Heine.© Foto: Robert Wojtasik
Quietschgelb sind die neuen Präsentationsmöbel für Kindermedien.© Foto: Robert Wojtasik
Die Kinderecke ist genauso bunt wie vorher. Nur die Wandfarbe hat sich geändert. Das Mintgrün soll beruhigend wirken.© Foto: Robert Wojtasik
Ganz in Ruhe lauschen: Jeder PC ist mit einem Kopfhörer ausgestattet.© Foto: Robert Wojtasik
Die rote Lokomotive ist geblieben und transportiert weiterhin Kinderbücher.© Foto: Robert Wojtasik
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Genau wie ein Multimediabereich. Sechs neue PCs stehen bereit. Jeder ist mit Kopfhörern ausgestattet. „So kann man zum Beispiel in aller Ruhe einen Sprachkurs machen“, erklärt Melanie Heine. Lernwillige können auch auf eines der drei neuen Chromebooks zurückgreifen, die mit Unterstützung des Volkshochschulverbandes angeschafft wurden. Auf diesen speziellen Netbooks läuft etwa das Programm „Ich will Deutsch lernen“ besonders zackig.  Weil Themen wie Integration und Sprachförderung immer wichtiger werden, hat die Bibliothek ihren Bestand an entsprechenden Medien stark erhöht.

190.000 Euro für Renovierung und Ausstattung

Rund 120.000 Euro wurden für die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten fällig. Dazu nochmal 70.000 Euro für Möbel und Ausstattung.

Kinder dürften den für sie vorgesehenen Bereich übrigens relativ schnell wiedererkennen. Die bunten Holzhände sind ebenso geblieben wie die rote Lokomotive. Kindermedien werden jetzt allerdings in neuen Möbeln präsentiert. Und auch farblich hat sich etwas getan: mintgrün statt gelb. „Das soll ja beruhigend wirken“, sagt Marion Hejazi.

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