So soll der perfekte Spiel- und Sportplatz am Hallenbad aussehen

rnMitmach-Aktion

Ein Paradies für Biker, ein Spielfeld für Korfball, ein Wasserspielplatz – das sind Wünsche für das Gelände am Hallenbad. Zum Abschluss der Online-Umfrage gab es am Samstag eine Mitmachaktion.

Castrop-Rauxel

, 23.08.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lasse, Lennart und Lukas Stephan sind mit ihren Mountainbikes zum Hallenbad gekommen. Hier wollen sie gerne bald sportlich unterwegs sein. Ein Pumptrack und eine Dirtline sind ihre Wünsche für das Gelände am Hallenbad. Sie sind nicht die einzigen, die sich ein „Bikeparadies“ wünschen.

Und die Chancen stehen gut, so sagt es auch Bürgermeister Rajko Kravanja, der am Samstag bei einer Mitmachaktion das Gespräch mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Senioren suchte. Sie alle konnten in verschiedenen Ideenwerkstätten ihre Vorschläge vorstellen oder aber bewerten, welche der Ideen sie am besten finden. Es war zugleich der Abschluss der Online-Umfrage.

Kinder und Jugendliche haben Modelle gebaut und die Bürgermeister Rajko Kravanja vorgestellt.

Kinder und Jugendliche haben Modelle gebaut und die Bürgermeister Rajko Kravanja vorgestellt. © Ronny von Wangenheim

350.000 Euro stehen bereit für die Umgestaltung der 12.500 Quadratmeter zu einem „herausragenden Spielplatz in zentraler Lage mit mehreren Großspielflächen für alle Generationen“. Rajko Kravanja ist zuversichtlich, weitere Fördermittel für die Spiel-Sport-und Erholungsanlage zu bekommen. 2021 soll das Ganze umgesetzt werden.

Mountainbiker hoffen auf anspruchsvolle Strecke

Pumptrack und Dirtline, also ein Mountainbike-Rundkurs und eine anspruchsvollere und unbefestigte Strecke mit Hügeln und anderen Hindernissen, stehen ganz oben auf der Liste der Jugendlichen, die mitgemacht haben. Auch viele der Sternchen und Punkte, mit denen am Samstag die Lieblingsprojekte markiert werden können, sammeln sich hier.

Die Brüder Lasse, Lennart und Lukas, 17 und 15 Jahre alt, müssen für ihr Hobby in andere Städte fahren, so erzählen sie. Vater Christian Stephan hat die drei auf die Online-Aktion aufmerksam gemacht. „Wenn wir wollen, dass die Kinder nicht immer am Handy oder der Spielekonsole sitzen, muss man ihnen auch Angebote machen“, sagt er.

Auch die Zwölfjährigen Henrik, Mika-Malte und Elias wollen einen Bike-Park. Am Samstag haben sie ein Modell gebaut, das sie dem Bürgermeister erklären. Hügel, Steilkurven, Tableaus für Sprünge – das sieht beeindruckend aus. Mika-Malte erzählt, dass sie extra eine Gruppe gegründet haben für ihren Online-Vorschlag. Hilfe bekamen sie dann sogar von Profis. „Bikepark Ruhrpott“, eine Gruppe engagierter Mountainbiker hat sich bei dem Trio genauso wie bei den Stephan-Brüdern gemeldet und ihnen Tipps gegeben.

Korfballer wollen am Hallenbad einen eigenen Platz

Wasserspielplatz und Klettermöglichkeiten haben ebenfalls viele Befürworter. Die meisten Bewertungen online wie auch am Samstag auf den Plakatwänden bekommt die Idee eines Korfballplatzes. Dass der auch realisiert werden soll, das deutete sich am Samstag bereits an. Wie das Spiel funktioniert, auch das konnte ausprobiert werden. Kinder konnten außerdem Graffitis sprühen, wie sie vielleicht auch an einer „Wall of Fame“ in der künftigen Anlage zu sehen sein werden.

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Etliche andere Angebote gab es. Die Bewegungsbaustelle musste allerdings bald abgesperrt werden. Weil zwischendurch Wind aufkam, brach ein Ast ab. Später kam die Feuerwehr und sägte die morschen Teile ab. Dafür zeigten Pablo Giese (Parkour im Pott) und einige Jugendliche, wie viel Spaß Parkour, also das Laufen oder Springen über Hindernisse macht.

Pablo Giese und Jugendliche zeigen, was Parkour ausmacht.

Pablo Giese und Jugendliche zeigen, was Parkour ausmacht. © Ronny von Wangenheim

Auch Erwachsene und Senioren sollen sich in der neuen Anlage am Hallenbad wohlfühlen. Auch die haben Wünsche, die sie vor Ort noch mal äußerten. Sitzplätze im Schatten gehören dazu, aber auch Fitnessgeräte, die sich einfach bedienen lassen. Der barrierefreie Zugang ist ihnen wichtig. Und noch eines, so berichtet es Frank Trzeziak von der Stadt Castrop-Rauxel: „Die Generationen sollen zusammenkommen. Den Senioren macht es Spaß, den Jugendlichen zuzusehen.“

Marina und Philipp haben Modelle gebastelt, die zeigen, was sie sich wünschen. Klettergerüste gehören auf jeden Fall dazu.

Marina und Philipp haben Modelle gebastelt, die zeigen, was sie sich wünschen. Klettergerüste gehören auf jeden Fall dazu. © Ronny von Wangenheim

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