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So stellt sich die Heilig-Kreuz-Gemeinde eine Kirche für Mann und Frau vor

rnProtestaktion Maria 2.0

Die Heilig-Kreuz-Gemeinde im Dorf Rauxel hat am Sonntag am Kirchenstreik „Maria 2.0“ teilgenommen. Dabei haben die Gemeindemitglieder ihre Vorstellungen und Wünsche klar geäußert.

Dorf Rauxel

, 13.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Viele Frauen in der katholischen Kirche haben genug: Sie kämpfen für ihre Rechte und wünschen sich eine Erneuerung der katholischen Kirche. Knapp 100 Mitglieder der Heilig-Kreuz-Gemeinde, darunter auch viele Männer, haben sich am Sonntagvormittag im Dorf Rauxel daher an der Protestaktion „Maria 2.0“ beteiligt und sind nicht in die Messe in der Kirche gegangen.

Stattdessen haben sie ihren eigenen Gottesdienst dem Parkplatz neben der Kirche abgehalten.

Dass die Aktion ein voller Erfolg war, davon zeugen alleine die Zahlen der Teilnehmer. 100 Protest-Teilnehmer standen 18 Kirchengängern gegenüber, die in der Kirche an der Eucharistiefeier teilnahmen. „Wir müssen nun abwarten, dass der Stein, der ins Wasser geworfen wurde, weiter seine Kreise zieht - und das wird er“, sagte Irma Nöthe aus dem Leitungsteam der Gemeinde am Sonntag.

Die Mitglieder haben am Sonntag deutlich gemacht, was sie an der katholischen Kirche stört. Dies wurde in drei Kategorien eingeteilt:

Was stört mich?

Anneliese Kottsiepe stört vor allem das Zölibat - aus eigener Erfahrung. „Mein Neffe ist Priester und er hat eine Theologin zur Freundin. Wenn die heiraten dürften, wäre das doch ein Gewinn für die katholische Kirche. Aber leider geht das nicht“, so die Rentnerin.

Auf kleinen Zetteln, die an eine Pinnwand gehängt wurden, haben die Gemeindemitglieder ihrem Ärger Luft gemacht. „Was wäre die Kirche ohne Frauen? Tot“, heißt es etwa auf einem Zettel. Es wird zu wenig getan, um die Missbrauchsfälle aufzuklären; die Hierarchie in der Kirche zwischen Mann und Frau ist ebenso ungerecht wie die Tatsache, dass Frauen keine Priesterinnen werden können - so lauteten Klagen der Gemeindemitglieder. Eine passende Überschrift fand Katharina Holtkotte von der Kolpingsfamilie, die die Wünsche und Anregungen vorlas: Tradierte Ansichten.

So stellt sich die Heilig-Kreuz-Gemeinde eine Kirche für Mann und Frau vor

Das sind die Anregungen und Wünsche der Mitglieder der Heilig-Kreuz-Gemeinde. © Marcel Witte

Was können wir tun, damit sich etwas ändert?

Das Wort „gemeinsam“ taucht an vielen Stellen auf. Männer und Frauen sollen ins Gespräch kommen und die Probleme der Kirche gemeinsam anpacken. Ebenso müssten laut der Protestler alle Mitglieder der Kirche ihre Stimme erheben und nicht stumm bleiben. Gemeindemitglied Detlef Laumann stimmt dem zu und wünscht sich, dass damit eine Erneuerung verwirklicht werden könne.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Protestaktion "Maria 2.0" bei Heilig Kreuz

12.05.2019
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Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab, während sich in der Kirche nur wenige Menschen einfinden.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel
Protestaktion Maria 2.0 - die Frauen der Heilig Kreuz-Gemeinde halten den Gottesdienst vor der Kirche ab.© Volker Engel

Mein Traum von Kirche

Ein Aspekt wird am Sonntag immer wieder besonders hervorgehoben: die Gleichberechtigung. Und so heißt es auch anschließend in einer Fürbitte eines Gemeindemitglieds: „Ich bete für alle, die sich ungerecht behandelt fühlen und die gleiche Behandlung wie alle wollen.“

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Die katholische Kirche ist in der Krise. Nun ist es so weit, dass sich viele Mitglieder in Erklärungsnot sehen. Die Gemeinde Heilig Kreuz will das nicht hinnehmen. Sie tritt in den Streik. Von Marcel Witte

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