So viele Unfälle gab es 2015 in Castrop-Rauxel

Mehr Kinder beteiligt

Im Kreis Recklinghausen war im vergangenen Jahr das Risiko, an einem Unfall beteiligt zu sein, geringer als der NRW-Durchschnitt. Doch in Castrop-Rauxel fällt der Rückblick trotzdem nicht gut aus: Besonders Kinder kamen öfter durch Unfälle zu Schaden. Auch an einer weiteren traurigen Entwicklung hat Castrop-Rauxel einen Anteil.

CASTROP-RAUXEL

, 17.02.2016, 19:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
So viele Unfälle gab es 2015 in Castrop-Rauxel

Verkehrsunfälle, wie auf diesem Archivfoto von Februar 2014, hat es in Castrop-Rauxel auch im vergangenen Jahr viele gegeben.

Die Castrop-Rauxeler Straßen waren im vergangenen Jahr insbesondere für Kinder kein gutes Pflaster: 21 Minderjährige kamen bei Verkehrsunfällen zu Schaden, fünf mehr als 2014.

Diese Steigerung um 31,3 Prozent gehört zu den auffälligsten negativen Veränderungen im Rahmen des umfangreichen Datenmaterials, das die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Friedrike Zurhausen und der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeidirektor Rolf Engler, jetzt im aktuellen Verkehrsunfallbericht 2015 präsentierten.

Zwar gingen die Unfälle auf Kreisebene einschließlich Bottrop um 2,5 Prozent zurück - was dazu führte, dass das Risiko, in der Region an einem Unfall beteiligt zu sein, mit 24 Prozent geringer ist als im Durchschnitt des Landes Nordrhein-Westfalen. Zurhausen: „Damit zählen der Kreis Recklinghausen und die Stadt Bottrop zu den sichersten Regionen im Land.“

Drei Todesopfer

In Castrop-Rauxel hingegen nahm die Anzahl der Verkehrsunfälle von 2050 auf 2093 (+2,1 Prozent) zu. Weitere Auffälligkeit: Unsere Stadt hat am bedauerlichen Anstieg der tödlichen Motorradunfälle um 19 Prozent auf 83 in NRW einen traurigen Anteil: Sämtliche drei Todesopfer im Jahr 2015 saßen auf motorisierten Zweirädern. 

 

Im Juni erlag ein Mofafahrer nach einer schweren Kollision mit einem PKW in Pöppinghausen seinen Verletzungen, im September fuhr sich ein Motorradfahrer aus ungeklärter Ursache an der Schlossstraße in Richtung Bodelschwingh tot und im Oktober kam ein junger Motorradfahrer vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit an der Kreuzung Leveringhauser-/Zechenstraße ums Leben.

Engler dazu: „Es werden in diesem Jahr spezielle Impulse zur Reduzierung von Verkehrsunfällen ... bei den motorisierten Zweiradfahrern gesetzt.“ Erstmalig sei eine polizeilich geführte Motorradausfahrt (PoliTour“) geplant.

Auch positive Entwicklungen

Wenn man eine positive Entwicklung im vergangenen Jahr erkennen möchte, hilft ein Blick auf die Anzahl der verunglückten Senioren weiter. Hier gibt es zumindest bei den PKW-Insassen und bei den Fußgängern eine erfreuliche Entwicklung. Die Anzahl der verunglückten PKW-Insassen bei den älteren Mitbürgern sank von 17 auf 6, also um 64,7 Prozent.

Bei den Fußgängern ging die Anzahl der Verletzten von fünf auf zwei zurück, was einem prozentualen Anteil von minus 60 Prozent entspricht.

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