Spatenstich für umstrittenen Kindergarten erfolgt

In Henrichenburg

Es war eines der Gesprächsthemen der vergangenen Monate: Der zukünftige Bau des neuen AWO-Kindergartens in Henrichenburg hat die Gemüter vieler Bürger erhitzt und für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Am Dienstag war davon nichts mehr zu spüren, als der erste Spaten den Boden berührte.

HENRICHENBURG

, 31.05.2016, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spatenstich für umstrittenen Kindergarten erfolgt

Christian Bugzel, Vorsitzender AWO Münsterlang Recklinghausen, Tanja Bandulet, Kindergarten-Leiterin, Rajko-Kravanja, Bürgermeister, Elke Kampkötter von der Zentralrendantursowie Frederick Baackmann und Anke Theissing von der BIB (von links).

Zahlreiche Fahnen und kleine Windräder hingen am Dienstag in den Zäunen des alten Kindergartens. Neben den Verantwortlichen und Eltern hatten sich auch viele Kinder versammelt. Einige buddelten fleißig in der Sandgrube.

Und genau das passiert ab Mittwoch auch ein paar Meter weiter. „Es geht jetzt los. Das neue Haus ist eine Investition in die Zukunft. Denn es ist eine Investition in die Kinder, die ein neues Zuhause zum Spielen, Entdecken und Lernen bekommen“, sagte Christian Bugzel, Vorsitzender der AWO Münsterland Recklinghausen sichtlich erfreut.

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Mit einem rund 2066 Quadratmeter großen Gelände und einer Nutzfläche von 530 Quadratmetern sollen die Kinder ab dem nächsten Jahr doppelt so viel Platz haben wie bisher. Direkt an der Hedwig-Kiesekamp-Straße wird es in Zukunft über zwei barrierefreie Etagen auch mehr Räume geben als im alten Haus.

Zwölf Kinder unter drei sowie 52 über drei Jahren sollen dort einen Platz finden. Bezugsfertig soll das Ganze im März 2017 sein. „Das hilft uns hier im Norden ungemein. Henrichenburg ist einer der kinderreichsten Teile Castrop-Rauxels,“ sagte Bürgermeister Rajko Kravanja.

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Auch die schwierige Situation vor dem ersten Spatenstich sprach er noch einmal an. „Es war sicherlich eine berechtigte Diskussion, die nun zu einer Lösung gekommen ist, mit der man allen Seiten gerecht wird,“ erklärte er.

Einzig vernünftige Lösung

Und ein Neubau war für die Verantwortlichen die einzig vernünftige Lösung. Eine Sanierung des 45 Jahre alten Kindergartens hätte rund 252.000 Euro gekostet. Eine Summe, die die AWO nicht hätte aufbringen können.

Der Neubau mit einer Investitionssumme von rund 1,3 Millionen Euro wird durch Investoren finanziert. Ein Modell, das die Mitinvestoren BIB nicht das erste Mal umsetzen. „Wir haben diesen Bauvorgang jetzt schon mit rund 20 Kindergärten erfolgreich durchgeführt, vor allem im Münsterland“, sagte Frederick Baackmann, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens und Bauträgers BIB.

Genug Bedarf für weitere Investitionen

Und auch für die Stadt ist es so die schnellste Lösung. „Wenn ich so ein Projekt in den Haushalt mit einplanen muss, steht das Gebäude frühestens 2018. So haben wir bereits im nächsten Jahr einen neuen Kindergarten“, sagte Kravanja. Die Beteiligten schließen deshalb nicht aus, dass dieses Investorenmodell auch für zukünftige Kindergärten greifen kann. Bedarf sei genug.

Ab Mittwoch rollen die Bagger also Richtung Zukunft – nicht nur für zahlreiche Kinder, sondern auch für ein Investitionsmodell, das den Bau weiterer Kindergärten sichern könnte. 

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