Spaziergänger zerstören Nest der Schwäne

Altes Schiffshebewerk

Ganz am Rande des Stadtgebiets lebt ein Schwanenpärchen. Am alten Schiffshebewerk haben sich die schönen Federtiere niedergelassen. Doch wie ihren einstigen Artgenossen im Stadtgarten widerfährt ihnen viel Grausames.

HENRICHENBURG

von Von Peter Wulle

, 08.04.2013, 17:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sah es im vorigen Jahr am alten Hebewerk aus. Stolz zeigte sich die Schwänin im Oberwasser mit ihren vier Jungtieren. Was aus den Kleinen geworden ist, ist unklar. »Über den Winter sind alle Jungtiere verschwunden«, sagt Franz Rüping.

So sah es im vorigen Jahr am alten Hebewerk aus. Stolz zeigte sich die Schwänin im Oberwasser mit ihren vier Jungtieren. Was aus den Kleinen geworden ist, ist unklar. »Über den Winter sind alle Jungtiere verschwunden«, sagt Franz Rüping.

 „Ich habe die Wasserschutzpolizei informiert, mit dem Wasserstraßenamt in Datteln gesprochen und darum gebeten, einen Schutzzaun im Bereich des Nestes zu errichten“, erzählt Franz Rüping. Tatsächlich hat man ihm zugesagt, diesen Zaun zu bauen. „Ich hoffe“, sagt Rüping, „dass dies in diesen Tagen geschieht.“Schon mehrfach musste der Becklemer den Tieren in der Vergangenheit zur Hilfe eilen. „Im vergangenen Jahr musste ich der Schwanenmutter einen Angelhaken aus dem Hals entfernen“, berichtet er und ergänzt: „Ebenso habe ich oft Ärger mit Hundehaltern, die meinen, ihre Hunde wollen nur spielen. Mir wurde mehrfach Prügel angedroht.“

Das alles ähnelt dem, was Gewässerwart August Wundrok nach der WDR-Schwanensee-Aktion zum Sterben der von Queen Elizabeth gespendeten Schwäne im Stadtgarten erzählte. „Sie und ihre Jungtiere wurden übermäßig gefüttert, von Hunden gebissen, mit Knüppeln geschlagen oder mit Steinen beworfen“, hatte Wundrok berichtet. Franz Rüping ist fassungslos angesichts solcher Tierquälereien. Für ihn gehören Schwäne „zu den schönsten und liebenswertesten Tieren“. Er sagt: „Ich kann einfach Menschen nicht begreifen, die sich an solchen Kreaturen vergreifen.“  

Lesen Sie jetzt