Blindgänger in Castrop-Rauxel entschärft und abtransportiert - Straßen wieder frei

Bombenfunde

THW, Feuerwehr, Polizei, Kampfmittelräumdienst: Viel Betrieb herrschte Donnerstagmorgen an der Oststraße zwischen Castrop-Rauxel und Dortmund. Jetzt sind Munition und Bomben abtransportiert.

Deininghausen

, 29.11.2018, 09:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dieser Wiese von Hof Menken sind am Donnerstag Bomben zur Entschärfung gefunden worden.

Auf dieser Wiese von Hof Menken sind am Donnerstag Bomben zur Entschärfung gefunden worden. © Tobias Weckenbrock

Aktualisierung um 12.38 Uhr: Die Stadt meldet, dass die Straßen in Deininghausen und Dingen wieder freigegeben sind. Bei einem britischen 5-Zentner-Blindgänger entschärfte der Kampfmittelräumdienst den Zünder, zwei andere Bomben hatten keine Zünder und konnten darum so abtransportiert werden. Zehn Häuser an der Oststraße und der Oestricher Straße sowie sechs Mehrfamilienhäuser an der Leipziger Straße können nun wieder betreten werden. Hier mussten die Menschen, die sich im Evakuierungsradius befanden, ihre Wohnungen verlassen. Es handelte sich um rund 100 Bewohner, von denen laut Stadtverwaltung aber alle eine vorübergehende Unterkunft gefunden haben. Eine nicht mobile Bewohnerin konnte in einem Rettungswagen ausharren.

Erstmeldung um 9.20 Uhr: Auf einer Wiese des Bauernhofs Menken an der Oststraße im Castrop-Rauxeler Ortsteil Deininghausen sind am Donnerstagmorgen Bomben gefunden worden. Die werden seit 10.30 Uhr entschärft. Polizei, Technisches Hilfswerk, Feuerwehr und Stadtverwaltung sowie Kampfmittelräumdienst-Experten von der Bezirksregierung Arnsberg waren seit dem frühen Morgen vor Ort.

Für die Entschärfung mussten am Vormittag die Oststraße und die Oestricher Straße zeitweise gesperrt werden. Bei den Funden handelt es sich um einen bis drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg und Artilleriemunition, wie Dieter Gerth, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, vor Ort erklärte.

Schon vor einigen Wochen habe man im Zuge eines Bauantrags auf der Fläche, die als Weideland genutzt wird, Munitionsreste und Verdachtspunkte für Blindgänger gefunden. Dazu werden bei Bauanträgen stets Luftilder der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg ausgewertet, die die Einschlagstrichter zeigen. Daraufhin habe man die komplette Fläche untersucht und räume nun dort die Reste auf.

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