Spritklau: Aufklärungsquote in Castrop-Rauxel steigt

Diebstahl an der Tankstelle

Sie fahren mit ihren Autos an die Zapfsäule heran, machen den Tank voll und verschwinden - ohne zu bezahlen: Sprit-Diebe. In diesem Jahr ist die Zahl dieser Fälle in Castrop-Rauxel gesunken. Polizei-Pressesprecher Michael Franz gibt Einblick in die Ermittlungen zum Spritklau.

CASTROP-RAUXEL

, 17.09.2015, 14:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spritklau: Aufklärungsquote in Castrop-Rauxel steigt

ARCHIV - Eine Frau betankt in Wicklesgreuth (Mittelfranken) an einer freien Tankstelle ihren Pkw (Foto vom 04.04.2012). Foto: Daniel Karmann dpa (zu dpa «Sinkende Ölpreise dürften Inflation in Deutschland niedrig halten") +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Zahl der Tankbetrügereien in Castrop-Rauxel ist rückläufig. Nach Angaben der Polizei sind im Jahr 2013 noch 123 Fälle gemeldet worden, im vergangenen Jahr waren es dagegen nur noch 75. „Da gibt es immer wieder Wellenbewegungen. Den Rückgang der Spritdiebstähle kann man mit Argumenten nicht unbedingt stützen“, sagte Polizei-Pressesprecher Michael Franz im Gespräch mit unserer Redaktion.

Warum die Delikte um etwa 40 Prozent gesunken sind, lässt sich bei Betrachtung der nackten Zahlen nicht belegen. Castrop-Rauxel steht im Städtevergleich gut da. Im baden-württembergischen Ludwigsburg, mit etwa 87.000 Einwohnern eine in etwa vergleichbar große Stadt, wurden der Polizei 97 Fälle gemeldet.

Dortmund ist die Spritklau-Hochburg

In Moers (etwa 100.000 Einwohner) sogar 177, das besagt die aktuelle Studie eines Internetportals. Als Spritklau-Hochburg im Umkreis gilt nach der Studie Castrop-Rauxels Nachbarstadt Dortmund. 1039 Fälle des Tankbetrugs hat es der Studie nach 2014 dort gegeben.

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Auch die Aufklärungsquote in Castrop-Rauxel kann sich sehen lassen. „In etwa jeder zweite Spritklau wird von uns aufgeklärt“, erklärte Franz weiter. 

Tankstellenbetreiber und Kameras als wichtige Zeugen

Im vergangenen Jahr wurden die Täter von 41 der 75 gemeldeten Spritdiebstähle gefasst. Hilfe erhält die Polizei dabei von den Tankstellenbetreibern. „Wir kriegen gute Ermittlungsansätze. Auch die Qualität der Videokameras wird immer besser, so dass wir gute Bilder für die Fahndung haben“, sagte Franz weiter. Dadurch werde den Ermittlern die Identifizierung deutlich vereinfacht.

Bestimmte Bezirke in der Stadt, in denen vermehrt Benzin geklaut werde, gäbe es nicht. „Die Delikte erstrecken sich über das ganze Stadtgebiet“, sagte Franz.

Die Masche der Betrüger ist schnell erklärt. Wie normale Kunden fahren diese vor, tanken den Wagen, „vergessen“ allerdings zu bezahlen. „In der Regel sind das ganz normale Bürger“, so Franz. Diese würden bei der Tat entweder die Kennzeichen bedecken oder – bei stärkerer krimineller Energie – gar mit geklauten Nummernschildern die Tat ausführen.

 

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