Sprung über die Emscher - Neue Details zur Brücke

Frühe Planungsphase

Lange war es Zukunftsmusik, jetzt beginnen die Planungen: Der "Sprung über die Emscher" wird Realität. Nachdem endlich die Förderung zugesagt wurden, beginnen bald die Ausschreibungen zur Projekt-Gestaltung. Bei einer Bürgerversammlung sind nun erste Details zu der Brücke bekannt gegeben worden.

CASTROP-RAUXEL

, 12.05.2017, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Emscherland.2020 am Wasserkreuz: Die Brücke am linken Bildrand, der ?Sprung über die Emscher?, ist ein Wunsch der Stadt Castrop-Rauxel. Wie die Brücke tatsächlich aussehen wird, wird erst der weitere Planungsprozess zeigen.

Emscherland.2020 am Wasserkreuz: Die Brücke am linken Bildrand, der ?Sprung über die Emscher?, ist ein Wunsch der Stadt Castrop-Rauxel. Wie die Brücke tatsächlich aussehen wird, wird erst der weitere Planungsprozess zeigen.

Die Fördermittel für den „Sprung über die Emscher“ sind seit Wochen eingetütet. Für die Emschergenossenschaft und die Stadt geht es nun in die Planungsphase – und in die sollen Anwohner und Vereine schon früh eingebunden werden.

Erste konkrete Vorstellungen stellte Martin Oldengott, bei der Stadt für die Stadtentwicklung verantwortlich, am Donnerstag auf einer Bürgerversammlung vor. Von den Besuchern erntete er geteilte Reaktionen.„Es ist noch ein langer Weg für das Vorhaben“, sagte Oldengott im Restaurant „il Gambero due“ zu den 30 Besuchern.

Brückenprojekt ist noch in der frühen Planungsphase

Wo genau der Weg bis 2020 hinführt, ist noch nicht klar: Wie soll die Brücke aussehen, wann ist der Baubeginn und wie wirkt sich das Projekt auf die umliegenden Sportvereine aus? „Aus unserer Sicht sind auch jetzt noch viele Fragen offen“, sagte Jörg Pahmke, Vorsitzender der Ruderabteilung des RV Rauxel, nach der Versammlung.

Fest steht, dass die Stadt zurzeit ein Brückenmodell mit drei unterschiedlichen Zugängen bevorzugt. Auf der Seite der Nordsseite der Emscher sollen sich zwei Zugänge befinden, die sowohl den geplanten Besucherschacht als auch den IBA-Radweg – und damit auch die Emscherterasse – an den „Sprung über die Emscher“ anschließen sollen. 

Wartburginsel soll als Sportinsel erhalten bleiben

Auf der anderen Seite der Emscher könnte sich ein Aufgang am geplanten Platz der Schichten befinden. „Diese Dinge könnten Vorgaben für die Ausschreibung werden“, so Oldengott. Gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und Vertretern des Umwelt-Bundesministeriums führte die Stadt am Dienstag ein Auftaktgespräch, um die Vorgaben für das Projekt und die damit verbundene Förderung im Detail zu besprechen.

Bis Ende 2017 soll das europaweite Ausschreibungs- und Wettbewerbsverfahren für den „Sprung über die Emscher“ starten. Zunächst gelte es allerdings, Kriterien für den Bau festzulegen, die unter anderem die Robustheit, Attraktivität und den Schutz gegen Vandalismus sichern sollen. „Für uns ist es wichtig, dass die Wartburginsel auch weiterhin als Sportinsel für Rudern und Tennis bestehen bleibt“, sagte Berthold Oberkönig vom RV Rauxel.

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"Sprung über die Emscher" soll Besucher anlocken

Das, so Oldengott, sei auch im Interesse der Stadt. Man wolle aber durch neue Attraktionen dafür sorgen, dass Besucher auch abseits von Ruderveranstaltungen angezogen werden. „Dafür rechnen wir mit weiteren Fördermitteln.“ Neben der 8-Millionen-Euro-Förderung für den „Sprung über die Emscher“ sowie die 25-Millionen-Förderung für das Projekt Emscherland 2020 rechnet die Stadt noch mit Fördergeldern vom NRW-Wirtschaftsministerium und dem Städtebauministerium.

„So wollen wir das Gebiet rund um die Emscher urbaner gestalten“, sagte Oldengott. Dazu gehöre auch, an einigen Stellen Zäune an der Emscher zu entfernen, um diese für Touristen zugänglicher zu machen. „Gleichzeitig müssen wir aber auch Gefahrenpunkte für Touristen entschärfen, die sich nicht auskennen“, gab Paul Brogt vom Verein „Menschen an der Emscher“ zu Bedenken. Dazu gehörten insbesondere Abschnitte an der B235. Eine Anmerkung, die bei der Stadt wohl auf der Prioritätenliste zunächst hinten ansteht.

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