Mit Overalls und Brillen suchen Polizisten Schutz vor Corona

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Der Coronavirus als Bedrohung. Im Zweifel muss die Polizei durchgreifen. Auch körperlich. Wie riskant sind derzeit die Einsätze? Und wie sieht es bei der Schutzausrüstung aus, die überall fehlt?

Castrop-Rauxel

, 11.04.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist in diesen Tagen ein Ausnahmefall: Samstagabend (4.4.) wird die Polizei in Oer-Erkenschwick zu einem Einsatz wegen Ruhestörung gerufen. Sie trifft eine feiernde Runde an. Einer der Teilnehmer spuckt in Richtung einer Polizistin.

Die Polizei im Kreis Recklinghausen hatte mit Blick auf Corona bislang keine größeren Herausforderungen, wie die Pressestelle auf Anfrage mitteilt. Bezüglich des Spuckens sagt Sprecher Andreas Lesch: „Widerstand gegen Polizeibeamte hat es immer schon gegeben. Das ist kein neues Phänomen.“

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Allerdings: „Spucken kann eine Körperverletzung sein – auch ohne Corona. Wenn einer anspuckt oder anhustet, ist das eine Strafanzeige.“

Schutzausrüstung war schon immer in jedem Streifenwagen

Und wie sieht es aus mit der Schutzausrüstung? Die führe die Polizei ohnehin in jedem Streifenwagen mit, erklärt sein Kollege René Borghoff. Einweghandschuhe, Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel, Augenspray, Rettungsdecke und eine Maske für Atemspenden in Notfällen. „Die Polizei hatte auch in der Vergangenheit mit Personen zu tun, die ansteckende Krankheiten hatten – Tuberculose, Hepatitis oder HIV.“

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Jetzt erweitern Overalls und Brillen die Schutzausrüstung. Was die Polizisten davon nutzen, „muss man im Einzelfall sehen“, sagt Borghoff. „Im Zweifel muss ich zur Eigensicherung von einer Coronainfektion ausgehen.“

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