Stadt muss über Ort für Wochenmarkt entscheiden

Verschiedene Vorschläge

Der Stadtrat muss in seiner Sitzung bestimmen, wie es mit den Wochenmärkten in Castrop-Rauxel weitergehen soll. Die jetzt gültige Festsetzung läuft am 31. März aus. Keine Diskussion gibt es bei den Wochenmärkten in Ickern und Habinghorst. Beim Markt in der Altstadt indes scheiden sich die Geister.

CASTROP-RAUXEL

, 16.02.2017, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt muss über Ort für Wochenmarkt entscheiden

Wohin mit dem Wochenmarkt? Diese Frage bleibt weiter umstritten. Casconcept sprach sich am Mittwoch gegen den Markt in der Fußgängerzone aus.

Jetzt ist dazu eine umfangreiche Vorlage der Verwaltung ins Netz gestellt worden. Mit der Maßgabe, dass der Wochenmarkt in der Altstadt weiterhin in der Fußgängerzone über die Bühne geht. Bekanntlich hat es dazu eine Umfrage gegeben, in der sich die Bürger zu zwei Dritteln für einen Verbleib des durch die Bauarbeiten notwendigen Provisoriums ausgesprochen haben. Gründe waren unter anderem die Belebung der Fußgängerzone und der Charme, gefühlt mehr flanieren zu können.

Verschiedene Standpunkte und Alternativen

Etliche der Geschäftsleute insbesondere im Bereich des jetzt aufwendig neu gestalteten Marktplatzes sehen das ganz anders, beklagen das Zustellen ihrer Schaufenster und Umsatzverluste. Die künftige Wochenmarkt-Festsetzung stand im Mittelpunkt einer Sitzung von Standortgemeinschaft Casconcept und EUV-Stadtbetrieb. Mit der Intention, möglichst einen Konsens zu erzielen, hatte es vorab geheißen.

Den Konsens gab es nicht. Stattdessen bekam der Vorschlag, mit dem der EUV in den kommenden Wochen in die politische Diskussion geht, nicht eine einzige Stimme. „Für uns ein deutliches Stimmungsbild“, sagt Winfried Radinger vom Casconcept-Vorstand. Die beiden Alternativen hingegen, den Boulevard und den Bereich am Reiterbrunnen neben dem Markt selbst ebenfalls für die Stände zu nutzen, oder den alten Standort, so wie er war, zu belassen, schnitten fast gleichauf ab. Mit acht oder neun Stimmen.

Bürgerwunsch steht im Vordergrund

„Wir stellen uns jeder Diskussion“, sagt EUV-Chef Michael Werner auf Anfrage unserer Zeitung. Es gebe halt Lobbyisten aus mehreren Richtungen. „Wir haben mit der Bauordnung und der Feuerwehr gesprochen, und die Experten haben gesagt, wir könnten das mit der von den Bürgern favorisierten Lösung in der Fußgängerzone so machen“, erklärt Werner.

Das Thema bleibt also allemal spannend. Nächsten Montag (20. Februar 20179 soll bekannt werden, wie teuer die Stromversorgung für den Markt in der Fußgängerzone wäre. In der politischen Diskussion hat sich die SPD im Gegensatz zu anderen Fraktionen noch nicht positioniert. „Am Ende des Tages entscheidet der Rat“, sagt Michael Werner. Den ersten Aufschlag macht das Thema in der Sitzung des Betriebsausschusses 1 am Mittwoch, 1. März.

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