Stadt stutzte wilde Wiese auf dem Ickerner Knoten

Nach Berichterstattung

Wie überall bei diesem feuchten und warmen Wetter waren auch die Grünflächen am Ickerner Knoten enorm in die Höhe geschossen. Trotz zunehmender Sichtbehinderung für Autofahrer, sah die Stadt zunächst keinen Handlungsbedarf. Nach Berichterstattung ist sie dennoch tätig geworden.

ICKERN

, 24.06.2016, 05:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt stutzte wilde Wiese auf dem Ickerner Knoten

Städtische Gärtner haben die Wiese auf dem Ickerner Kreisel am Donnerstag gestutzt - obwohl die Stadt wegen des Wildwuchses zunächst keinen Handlungsbedarf sah.

Update, Freitag, 24. Juni:

Kaum war unser Artikel über die wilde Wiese auf dem Ickerner Kreisel in der gedruckten Zeitung und im Internet erschienen, da ist die Stadt Castrop-Rauxel doch tätig geworden: Am Donnerstag sind die städtischen Gärtner ausgerückt und haben dem Wildwuchs auf dem Kreisel mit der Motorsense ein Ende gesetzt.

Die ursprüngliche Berichterstattung:

„Um aus den bekannten Gründen den Pflegeaufwand zu reduzieren, aber gleichzeitig die Artenvielfalt zu erhöhen, verzichtet die Stadt auf den Grünflächen am Ickerner Knoten auf Rasen und lässt Wiese mit den unterschiedlichsten Gräsern und Blumen wachsen“, erklärte Stadtpressesprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage unserer Redaktion.

Anwohner sieht nicht nur Imageproblem

Angestoßen hatte das Thema zuvor Jürgen Butz von der Recklinghauser Straße, den der Zustand des Ickerner Knotens gleich aus zwei Gründen stört: Wegen des äußeren Erscheinungsbildes einer stark frequentierten Fläche im Castrop-Rauxeler Stadtbild sowie der Gefährdung von Verkehrsteilnehmern dort.

„Wir haben ein großes Imageproblem, wenn wir öffentliche Grünflächen in einem solchen Zustand belassen“, zeigte sich Butz im Gespräch mit unserer Redaktion sicher und fügte hinzu: „Was soll denn beispielsweise ein potenzieller Investor an der Klöcknerstraße (Mittelstandspark Ost) denken, wenn er bei einer Ortsbesichtigung durch eine solche heruntergekommenen Platz fährt?“

Eingeschränkte Sicht für Autofahrer

Darüber hinaus sei das Gras und andere Wildkräuter mittlerweile so hoch gewachsen, dass es die Sicht von Autofahrern behindert. „Es gibt ja auch noch viele flache Wagen, es hat ja schließlich nicht jeder Autofahrer einen SUV oder einen Sprinter, um darüber weg zu gucken“, so Butz. Er selbst sei erst kürzlich in eine prekäre Situation gekommen, weil er einen vorfahrtsberechtigten Verkehrsteilnehmer erst im letzten Moment erkannt habe.

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Stadt handelt noch nicht

Der Wahrnehmung, dass der Bewuchs bereits eine gefährliche Höhe erreicht habe, widerspricht die städtische Pressesprecherin: „So hoch, dass das die Bepflanzung die Sicht auf den Straßenverkehr gänzlich einschränkt, soll sie nicht wachsen“, erklärte sie und fügte hinzu: „Ist sie momentan aber auch noch nicht.“

Darüber hinaus kündigte sie an, dass das Gras und die anderen Pflanzen nicht ganz ohne gärtnerische Behandlung blieben. Dazu hieß es wörtlich: „Zudem wird der Randstreifen regelmäßig gemäht und das Gras dort kurz gehalten. Aber auch die übrigen Wiesenflächen am Ickerner Knoten werden im Laufe dieses Sommers noch gemäht werden.“

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