Stadt Waltrop erklärt, warum der NaBeBa vom Rapensweg wegziehen muss

rnBauernhof

Der Natur- und Begegnungsbauernhof, seit 2007 am Rapensweg in Ickern und Waltrop zu Hause, muss umziehen. Anders als vermutet stecken nicht nur Nachbarn dahinter.

Ickern-End

, 01.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Warum muss der NaBeBa weg vom Rapensweg? Die Nachricht, die intern schon seit Mitte Februar bekannt ist, aber erst in der vergangenen Woche öffentlich bekannt wurde, hat für große Aufregung in Ickern-End und Waltrop und den Nachbarstadtteilen gesorgt.

Es gab vor knapp zwei Wochen ein Gespräch zwischen Dorothee Zijp, der Gründerin und Betreiberin des Hofes, ihrem Mann Klaas, zwei Vorstandsmitgliedern des neu gegründeten Bochumer Vereins Kinderschutz-Forum und der Waltroper Verwaltungsspitze mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes. Aber worum ging es?

„Die Situation zwingt uns, aktiv zu werden“

„Wir haben dort baurechtlich Probleme“, sagt die Bürgermeisterin auf Anfrage unserer Redaktion. „Die Situation zwingt uns, in Richtung NaBeBa aktiv zu werden.“ Dabei sei die Situation vor Ort überhaupt nicht neu: „Es wird schon eine Zeit lang mit dem Verein darüber diskutiert“, sagt Moenikes, die den Zeitraum aber nicht näher eingrenzen will.

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Darum gab es nun einen Vorstoß der Stadtverwaltung: „Wir können das nicht weiter dulden, es muss etwas passieren.“ Zusätzlich habe man dort „eine Beschwerdelage in der Nachbarschaft“: Hier ist die Rede von Lautstärke-Beeinträchtigungen durch die Kinder und Tiere. „Aber das ist deswegen nicht entflammt“, so Moenikes. „Die Flamme brennt schon länger.“

Im Außenbereich nicht genehmigungsfähig

Nach dem gültigen Bebauungsplan handelt es sich hier um Außenbereich, baurechtlich ist eine solche Einrichtung wohl nicht genehmigungsfähig.

Schon zum 1. März sollte offenbar Schluss sein. Das Entgegenkommen der Stadt Waltrop ist offenbar, dass der NaBeBa etwas mehr Zeit bekommt.

Für Moenikes, das betont die Bürgermeisterin, sei der NaBeBa aber auch eine Herzensangelegenheit: „Die Einrichtung ist anerkannt im niederschwelligen Betreuungsbereich. Wir haben den Zijps mitgeteilt, dass uns sehr daran gelegen ist, dass sie ihre Arbeit fortführen können. Es liegt uns absolut fern, dass wir NaBeBa nicht mehr haben möchten. Nur nicht an der Stelle“, so Moenikes.

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So war das große Jubiläum des Natur- und Begegnungsbauernhofs

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Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
Der Natur- und Begegnungsbauernhof wurde 10 Jahre alt. Das wurde mit einem bunten Programm für Jung und Alt gefeiert.© Foto: Volker Engel
So habe man auch Hilfe angeboten: „Wir haben zugesagt, dass wir Kontakte herstellen, wenn wir etwas über einen möglichen anderen Standort erfahren“, sagt die CDU-Bürgermeisterin. Das sei aber noch nicht geschehen. „Letzten Endes ist der Verein selbst zuständig.“

Kinderschutz-Forum setzt sich für Fortbestand ein

Dafür hat er sich Verstärkung geholt: Das Kinderschutz-Forum, ein seit 2019 eingetragener Verein aus Bochum, setzt sich für den Fortbestand ein. Man will gemeinsam eine neue Einrichtung schaffen, die die beiden Anliegen der Vereine in Einklang bringt. Es geht um niedrigschwellige Angebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen.

Tag der offenen Tür am 7. März abgesagt

Eigentlich sollte es am 7. März einen Tag der offenen Tür auf dem NaBeBa geben. Der ist nun offenbar aufgrund des Coronavirus abgesagt worden. Dort wollte sich auch der Verein Kinderschutz-Forum vorstellen, der zusammen mit NaBeBa einen neuen Standort suchen will.
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