Stadtteilcheck: Wo es in Castrop-Rauxel lebenswert, familienfreundlich oder unsicher ist

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Im großen Stadtteilcheck haben die Castrop-Rauxeler die Lebensqualität ihres Ortsteils bewertet. Über 1300 Menschen machten mit. Alle Ergebnisse auf einen Blick.

Castrop-Rauxel

, 18.03.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Henrichenburger dürfen sich glücklich schätzen: Sie wohnen in Castrop-Rauxels lebenswertestem Stadtteil und liegen damit knapp vor Ickern und Frohlinde. Das ist das Ergebnis des großen Stadtteilchecks unserer Redaktion. Insgesamt haben mehr als 1300 Castrop-Rauxelerinnen und Castrop-Rauxeler ihren Stadtteil in 17 Kategorien bewertet.

Auf einer Skala von 1 bis 10 haben sie eingeschätzt, für wie familienfreundlich sie ihren Ortsteil halten, wie sie die Nahversorgung sehen, die Sportmöglichkeiten, die Familienfreundlichkeit, die Angebote für Seniorinnen und Senioren, die Verkehrsbelastung und einiges anderes mehr.

Wie schneidet Ihr Stadtteil im Stadtteilcheck ab? Schauen Sie auf unserer Karte nach - und vergleichen Sie ihn mit anderen Ortsteilen, in denen zum Beispiel Ihre Eltern oder Freunde leben:

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An dieser Stelle beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Stadtteilcheck und seinen Ergebnissen.

  • Was schätzen die Castrop-Rauxeler am meisten an ihrer Stadt?
    Am besten haben die Stadtteile bei den Fragen nach Grünflächen, Nahversorgung, Verkehrsanbindung, Gesundheit und Lebensqualität abgeschnitten.

  • Wo gibt es den meisten Verbesserungsbedarf?
    Die mit Abstand schlechteste Note vergeben die Befragten bei der Frage nach den Angeboten für Jugendliche.

  • Castrop-Rauxel haben wir in 15 Stadtteile unterteilt. Warum?
    Wir haben uns grundsätzlich auf Basis der statistischen Stadtteile bewegt, die die Stadtverwaltung nutzt. Allerdings haben wir danach an einigen Stellen leicht modifiziert und uns dabei aus jahrzehntelanger Erfahrung durch Gespräche mit den Menschen vor Ort an den gefühlten Stadtteilen orientiert, weil sie sich an einigen Stellen unterscheiden. So empfinden sich die statistisch als Bövinghausener erfassten Castrop-Rauxeler Bürger erfahrungsgemäß als Merklinder, während Becklem zwar zu Henrichenburg zählt, aber doch eine eigene Identität hat. Gleiches gilt für die Menschen in Dorf Rauxel, die statistisch dem Ortsteil Rauxel zugerechnet werden. Andere kleine Ortsteile wie Dingen, Bladenhorst, Pöppinghausen oder Deininghausen haben wir hingegen trotz ihrer geringen Einwohnerzahlen als eigene Bezirke belassen.

  • Können wir aus dem Stadtteilcheck überhaupt Aussagen über die Meinung aller Castrop-Rauxeler machen?
    Dazu haben wir einen Statistik-Experten befragt: Bernd Weber, Geschäftsführer der Medienagentur mct aus Dortmund. Er findet es zunächst einmal „toll, dass so viele ihre Meinung gesagt haben“. Natürlich müsse man sich bewusst machen, dass die Befragung keinen offiziellen Charakter habe, zum Beispiel weil die befragten Internet-Nutzer nicht identisch mit den Castrop-Rauxelern insgesamt seien. „Dann konnte jeder selbst entscheiden, ob er die Fragen beantwortet oder nicht. Haben jetzt vor allem die Begeisterten geantwortet oder die Nörgler? Das wissen wir nicht.“ Aber auf der anderen Seite sagt er auch: „Der Stadtteilcheck ist ein Stimmungsbild, das zu Diskussionen über gute Seiten und kritische Punkte anregen soll – und diese Aufgabe erfüllt er.“

  • An welchem Wert messen wir, ob ein Stadtteil ober- oder unterhalb des Durchschnitts liegt?
    Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, nicht das sogenannte arithmetische Mittel, den „Durchschnitt“, zu berechnen. Stattdessen greifen wir auf den sogenannten Median zurück. Das ist der Wert, der genau in der Mitte zwischen allen anderen Werten steht. Damit wollen wir vermeiden, dass der Mittelwert zu stark durch einzelne Ausreißer beeinflusst wird. Ein Beispiel: In einer Kategorie gibt es fünf Werte: 1, 7, 8, 9 und 9. Der Durchschnitt wäre dann 6,8 (34/5). Der Median wäre 8, weil 8 in der Mitte liegt, wenn man die Werte nach ihrer Größe ordnet. Dieser Wert spiegelt die Realität besser wider.

  • Wie und wo werten wir die Daten aus?
    Zu den nackten Ergebnissen, die wir vorab in diesem Artikel präsentieren, werden wir bis zu den Osterferien mehrmals wöchentlich ausführliche Analysen für jeden einzelnen Stadtteil veröffentlichen. Die erste Analyse veröffentlichen wir am 18. März zum einwohnerreichsten Stadtteil Ickern.

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