Straßenraub: Angeklagter kann sich nicht erinnern

Gerichtsprozess

Mit zwei Komplizen soll der 28-Jährige sein Opfer in Castrop-Rauxel überfallen haben - dieser Anklage muss sich der mutmaßliche Räuber vor dem Dortmunder Landgericht stellen. Er könne sich an die Tat nicht erinnern, sagte er am Donnerstag aus. Dass der Vorfall bereits mehr als sechs Jahre zurückliegt, hat damit nichts zu tun.

DORTMUND/CASTROP-RAUXEL

04.08.2016, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um einen Straßenraub in Castrop-Rauxel hat sich der Angeklagte am Donnerstag vor dem Dortmunder Landgericht auf eine Art Blackout berufen. Der 28-Jährige will zu viel Alkohol getrunken haben. Bestreiten will er die Tat aber nicht.

Weil der Angeklagte lange Zeit abgetaucht war, kommt es erst jetzt zum Prozess - sechseinhalb Jahre nach der Tat. Vor dem Dortmunder Landgericht hat der 28-Jährige nun erstmals zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Stellung genommen. Dabei sagte er am Donnerstag wörtlich: "An die Tat kann ich mich zwar nicht erinnern. Aber wenn die anderen sagen, dass ich dabei war, dann wird das schon stimmen."

Jeden Tag eine Flasche Wodka

Grund für die Erinnerungslücken sei sein damaliger, massiver Alkoholkonsum gewesen. Er habe jeden Tag eine Flasche Wodka getrunken und morgens manchmal gar nicht gewusst, wo er überhaupt sei.

Laut Anklage hat der 28-Jährige das spätere Opfer damals mit zwei Komplizen vor einer Spielhalle überfallen. Täter und Opfer haben sich gekannt. Es konnte also niemand damit rechnen, ungeschoren davonzukommen. Zwei der Täter sind schon in früheren Prozessen verurteilt worden. Sie will das Dortmunder Landgericht nun als Zeugen hören.

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