Studie zur Emscher-Laga wird am Montag vorgestellt

Landesgartenschau 2020

Eine Landesgartenschau wollen Emschergenossenschaft und die Städte Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Herten und Herne im Jahr 2020 gemeinsam realisieren. Dafür ist eine Machbarkeitsstudie erarbeitet worden. Am Montag, 17. August, wird sie der Politik und den Bürgern im Ratssaal vorgestellt.

CASTROP-RAUXEL

, 14.08.2015, 06:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Studie zur Emscher-Laga wird am Montag vorgestellt

Jahrelang wurden hier Erdmassen bewegt und großartige Ingenieurleistungen vollbracht: Die Wartburginsel und das Wasserkreuz in Henrichenburg mit dem neuen Emscherdüker und der neuen Brücke über den Rhein-Herne-Kanal.

Die Studie soll das Potenzial zwischen den vier Städten entlang der Emscher aufzeigen und Grundlage der Bewerbung um die Landesgartenschau sein wird. Bewerbungsschluss ist am 1. September.

Das bedeutet, die für die Bewerbung notwendige Entscheidung des Rates der Stadt Castrop-Rauxel muss in der Sitzung am Donnerstag, 27. August, getroffen werden.

Informationsabend im Ratssaal

Um die Politik und die Öffentlichkeit vorab über die detaillierten Inhalte und Zielsetzungen dieser Bewerbung zu informieren, plant die Stadtverwaltung eine Bürgerinformationsveranstaltung am Montagabend, 17. August, um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Dabei wird die Emschergenossenschaft auch die Machbarkeitsstudie vorstellen.

"Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit den Nachbarstädten und der Emschergenossenschaft eine hervorragende Bewerbung auf den Weg bringen, die auch und gerade im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung für den Norden unserer Stadt wichtige Impulse über die Landesgartenschau 2020 hinaus setzen wird", so Bürgermeister Johannes Beisenherz.

In Castrop-Rauxel steht die Aufwertung der Flächen am Wasserkreuz im Vordergrund. Hier soll es eine neue städtebaulich-freiräumliche Nutzung geben, die die Flächen mit dem Stadtraum verknüpft. Wunsch der Stadt ist es laut Konzept zudem, einen Brückenschlag über Rhein-Herne-Kanal und Emscher zu realisieren.

Die Bewerbung für die Ausrichtung zieht sich als Thema durch mehrere Gremien. Den Auftakt machen am Dienstag, 18. August, Umweltausschuss und Ausschuss für Wirtschaftsentwicklung, Thema ist die Laga auch im Bauausschuss am Donnerstag, 20. August.

In einem Pressegespräch im Vorgriff erklärte Stadtentwickler Martin Oldengott: "Es ist die größte Schwierigkeit, die vier Städte unter einen Hut zu bringen, sicher ist das auch die Nagelprobe für interkommunales Handeln, aber es klappt bislang hervorragend." Das gelte auch fürs Einbringen in die Haushaltssituation.

Die Realisierung der Schau soll auf Grundlage des vorliegenden Konzepts mit einem Investitionsvolumen von etwa 22 Millionen Euro möglich sein, heißt es auf der Homepage der Emschergenossenschaft.

Im Durchführungshaushalt stünden Ausgaben von 17 Millionen Euro Einnahmen von 18 Millionen Euro auf Grundlage erster Schätzungen gegenüber.

50.000 Euro aus eigenen Mitteln

Der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt präzisierte: "Wir brauchen nur rund 50.000 Euro aus Eigenmitteln, dies über drei Jahre gestreckt. Das kriegen wir gestemmt."

Was bislang an negativen Stimmen gegenüber der Bewerbung mit den drei anderen Kommunen Recklinghausen, Herten und Herne und der Emschergenossenschaft hochgekommen ist, war der Frage der Finanzierung mit Blick auf Castrop-Rauxels Status als Stärkungspaktkommune geschuldet.

Vom zeitlichen Fahrplan sieht es laut Oldengott so aus, dass die Bewertungskommission in der Woche ab dem 20. Oktober hier vorbeischaut. Also kurz nach der Bürgermeister-Verabschiedung. Am Freitag, 23. Oktober, wird in einer Pressekonferenz in Düsseldorf verkündet, welcher Kandidat das Rennen gewonnen hat. Seit Donnerstagnachmittag ist die Machbarkeitsstudie der Emschergenossenschaft online auf der Homepage der Stadt.

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