Wegen Erfolglosigkeit: Ickerner Straße verliert am Freitag ein Geschäft

rnGeschäftswelt

Auf der Ickerner Straße schließt nach zwei Jahren erfolglosem Ringen um genügend Kundschaft ein Geschäft. Zuvor war es schon anderswo in Castrop-Rauxel - allerdings mit noch weniger Erfolg.

Ickern

, 23.01.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie waren angetreten, um mit ihrem Geschäft zunächst die Lange Straße in Habinghorst und später die Ickerner Straße zu bereichern. Jetzt aber müssen Lisa Grein und ihr Lebensgefährte Volkan Ünal feststellen, dass ihr Traum an beiden Standorten nicht genug Kunden angelockt hat.

Und so schließt das Geschäft Styleline an der Ickerner Straße 29 jetzt. Am Freitag, 24. Januar, werden die Türen des Ladens zum letzten Mal geöffnet. Danach wird eingepackt. Das Styleline-Konzept wollen Lisa Grein und Volkan Ünal aber nicht über Bord werfen.

Ab 1. Februar geht es in Mülheim weiter

Sie machen mit ihrem Laden weiter, vom 1. Februar an aber nicht mehr in Castrop-Rauxel, sondern in Mülheim an der Ruhr. „Das ist meine alte Heimat“, erzählt Volkan Ünal. Das Paar zieht nicht nur mit dem Geschäft dorthin, sondern bricht auch privat seine Zelte in der Europastadt ab.

An der Langen Straße 50 wurde Styleline im April 2018 eröffnet. Als Concept-Store. Die Idee stammt aus Holland und deckt verschiedene Bedarfe ab: Mit Heimtextilien, Accessoires und Feinkost, aber auch mit Schnitt- und Topfblumen sollten die Habinghorster zum Kauf verlockt werden.

Wegen Erfolglosigkeit: Ickerner Straße verliert am Freitag ein Geschäft

„Styleline“ an der Ickerner Straße schließt. Bis Freitag, 24. Januar, gibt es Rabatte. © Thomas Schroeter

„Wer gerne gesund kocht oder einen Garten hat, ist bei uns genau richtig“, sagte Lisa Grein damals. „Wir wollen mehr an der Langen Straße ermöglichen.“ Das war ihre Hoffnung zu Beginn.

Die ging gar nicht auf. „Die Lange Straße war für uns eine Katastrophe“, blickt Volkan Ünal jetzt auf die Zeit in Habinghorst zurück. Und so gab man dort schon nach einem Jahr auf. Man zog mit demselben Ladenkonzept einfach wenige Kilometer weiter: nach Ickern.

„Die Lange Straße war für uns eine Katastrophe.“
Volkan Ünal

Im April 2018 dort eingezogen, erhofften sich Grein und Ünal hier größere Resonanz. „Wir wurden hier sehr gut angenommen“, erzählte Lisa Grein unserer Redaktion im März 2019. Sie gab damals an, auch schon Stammkunden gewonnen zu haben.

Ein Jahr später muss man nun aber konstatieren: Es sind nicht so viele Kunden geworden, dass sich der Laden rentabel betreiben ließe. „Das Problem ist wohl auch, dass wir hier in der Nummer 29 der letzte Laden auf unserer Straßenseite vor dem Ickerner Knoten waren. Näher zum Markt hin wären wir vielleicht besser klar gekommen“, glaubt Volkan Ünal heute. Im Einzelhandel gelte nach wie vor, dass eine gute Lage das A und O des Erfolgs sei.

Kräftige Rabatte - aber nur noch am Freitag

Nach zwei Jahren in Ickern ziehen die Ladenbetreiber nun also die Notbremse und ziehen um nach Mülheim in der Hoffnung, dort besser angenommen zu werden als in Ickern und speziell in Habinghorst. Wer an der Ickerner Straße 29 noch ein Schnäppchen machen möchte, hat dazu noch bis Freitagnachmittag Gelegenheit bei kräftigen Rabatten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt