Termin für die Neueröffnung von Steel’n’Light Arts im Ex-Dehner ist geplatzt

rnNachfolge für Gartencenter

Aus der geplanten Eröffnung von Steel‘n‘Light Arts im ehemaligen Gartencenter Dehner am 25. Mai wird wieder nichts. Es fehlt die Genehmigung der Stadt. Aber die soll es bald geben.

Habinghorst

, 23.05.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Countdown im Netz läuft noch. Mittwochnachmittag steht auf der Homepage von Steel‘n‘Light Arts im ehemaligen Gartencenter Dehner: Noch 2 Tage und 15 Stunden. Dann soll die geplante Eröffnung an der Siemensstraße über die Bühne gehen. Aber daraus wird nichts.

Der Termin muss verschoben werden. So, wie vor vier Wochen schon einmal. „Wenn die Stadt grünes Licht gibt, können wir sofort loslegen“: Das hatte Dr. Mirsad Freiberg, Chef der Firmen Immo-West und Steel‘n‘Light Arts, im Gespräch mit unserer Redaktion am 10. Mai gesagt. Jetzt steht fest: Das grüne Licht steht noch aus.

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„Ich halte es für schwierig, diesen Termin einzuhalten“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt, Heiko Dobrindt, am Dienstag trocken. „Vom Grundsatz her ist die neue Nutzung ja genehmigungsfähig.“ Aber noch gelte es, die Rahmenbedingungen zu prüfen.

Personalmangel in der Bauverwaltung

Wie lange könnte das dauern? Beim Personalmangel in der Bauverwaltung sei das nicht einschätzbar, meint Dobrindt.

Was vom Grundsatz her passt, sei Feinmetallverarbeitung - eines der Aufgabenfelder, die sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben hat. Das Portfolio sieht jede Menge anderer Bereiche vor, aber erstmal Feinmetallverarbeitung mit Hilfe modernster Maschinen, die an der Siemensstraße schon stehen.

Kunden erwartet das Unternehmen aus dem gewerblichen und privaten Bereich. Es geht um innovative Lösungen für Hausfassaden oder Operationssäle in Krankenhäusern, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Stellen für 60 Leute hat Freiberg angekündigt

Um in die Produktion einsteigen zu können, braucht Steel‘n‘Light Arts Mitarbeiter. Freiberg sprach von 60 im Facharbeiterbereich und in der Verwaltung.

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Ist das kein Motiv für die Stadt, bei der Genehmigung aufs Gaspedal zu treten? „Uns fehlen da echt Leute“, sagt Sven Dusza, Büroleiter von Bürgermeister Kravanja, gegenüber unserer Redaktion. Im Fachbereich 61 (Stadtentwicklung / Stadtplanung) laufen drei Stellenausschreibungen. Ohne Hoffnung auf große Resonanz.

Es gibt zu wenig Fachpersonal

„In dieser Situation sind wir als Stadt aber nicht die einzigen“, sagt Dusza. Landauf, landab hätten die Kommunen identische Schwierigkeiten. Es gebe zu wenig Fachpersonal. Die großen Städte köderten gute Leute mit mehr Geld, Unternehmen in der freien Wirtschaft zahlten mehr.

Freiberg wird sich also noch gedulden müssen. Im Juni soll es eine Genehmigung geben.

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