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Terrorverdacht: Mutmaßlicher Islamist in Castrop-Rauxel nach Festnahme wieder frei

rnSEK-Einsatz

Am vergangenen Wochenende ist die Polizei mit einem Großeinsatz gegen eine Gruppierung mutmaßlicher Islamisten vorgegangen. Mehrere Männer wurden festgenommen - auch in Castrop-Rauxel.

Castrop-Rauxel

, 03.04.2019 / Lesedauer: 2 min

In einem Großeinsatz ging die Polizei gegen eine Gruppierung mutmaßlicher Islamisten vor. Insgesamt elf Männer im Alter von 22 bis 35 Jahren wurden dabei festgenommen. Einer der jüngsten von ihnen, der 22-Jährige, in Castrop-Rauxel. Neun der elf Personen - unter anderem die in Castrop-Rauxel festgenommene - kommen aus Tadschikistan, einem Nachbarstaat von Afghanistan, Usbekistan und China. Einer hat die türkische und einer die deutsche Staatsbürgerschaft.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Castrop-Rauxelers wurden laut behördlichen Angaben keine Waffen und kein Sprengstoff gefunden. „Die Auswertung der bei der gesamten Aktion sichergestellten Gegenstände, darunter Computer, elektronische Medien, Schriftstücke und anderes, dauert noch an“, sagt Oberstaatsanwalt Daniel Vollmert von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf auf Anfrage unserer Redaktion. Wo genau die Person in Castrop-Rauxel festgenommen wurde, konnte der Oberstaatsanwalt „zum Schutz der Persönlichkeitsrechte des Beschuldigten“ nicht mitteilen.

Noch nicht konkret geplanter Anschlag

Ermittelt werde gegen eine Gruppe von mindestens sechs Personen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, sagte ein Behördensprecher nach den Festnahmen. Daneben gehe es um den Verdacht der Verabredung zum Mord sowie der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Die verdächtigen sechs Personen seien unter den elf Festgenommenen.

Die Polizei wirft der Gruppierung vor, sich entweder als Zelle der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) oder als Befürworter der Ziele dieser Organisation Waffen und Sprengstoff verschafft zu haben. Damit hätten sie geplant, in der Zukunft einen noch nicht konkret geplanten Anschlag auf dem Gebiet der Bundesrepublik zu begehen.

Freigelassen, aber weiterhin tatverdächtig

Am Sonntag wurden alle vorläufig Festgenommenen wieder freigelassen. Das teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mit.

„Die Ermittlungen gehen insgesamt gegen alle Tatverdächtigen weiter, einschließlich den in Castrop-Rauxel Festgenommenen“, sagt Oberstaatsanwalt Vollmert. Es bestehe nach wie vor Tatverdacht, wenn auch nicht auf der höheren Stufe eines dringenden Tatverdachts. Warum dieser Verdacht bestehe, wollte Vollmert „mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren“ nicht mitteilen.

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