Hier wird wieder eher und länger getestet: Corona-Teststelle an der Dortmunder Straße auf Schwerin. © Ahmet Inan (Archiv)
Coronavirus

Teststelle öffnet wieder eher: Auch Firmen haben darum gebeten

Die Corona-Teststelle vor einer Castrop-Rauxeler Moschee hatte im Oktober ihre Öffnungszeiten eingeschränkt. Nun stockt sie wieder auf. Auch anderswo ist die Test-Nachfrage hoch.

In der Pandemie kann das, was vor ein paar Wochen galt, heute völlig überholt sein. Aktuell bekommen das die Corona-Schnellteststellen zu spüren. Während es dort im Herbst immer leerer wurde, erst recht, nachdem die Schnelltests am 11. Oktober kostenpflichtig geworden waren, ist nun wieder bedeutend mehr los. Vor allem zu bestimmten Zeiten. Denn auf der Arbeit gilt 3G, für Freizeitveranstaltungen mitunter 2Gplus.

Daher hat die Teststelle vor der Moschee an der Dortmunder Straße 175a eine Rolle rückwärts gemacht: Zum 11. Oktober noch hatte sie die Öffnungszeiten verkürzt. An vielen Tagen machte das Testzelt erst um 9 Uhr morgens auf und schloss schon um 17 Uhr. Seit Montag (29.11.) sind die Mitarbeiter wieder

eher am Start. Und länger: Sonntags bis donnerstags wird zwischen 7 und 19 Uhr getestet. Freitags und samstags bis 20 Uhr.

Kein Test vor, keiner nach der Arbeit möglich

Seit der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz habe es „viele Beschwerden von Leuten gegeben, die den Test für die Arbeit benötigen“, erklärt Betreiber Ahmet Inan auf Anfrage der Redaktion. Denen sei 9 Uhr viel zu spät gewesen, da ihre Arbeit eher beginne und sie den Test vorher benötigten.

Selbst „einige Firmen haben uns angeschrieben und gesagt, dass es gut wäre, wenn wir eher öffneten“, so Inan. Eine Öffnungszeit von 9 bis 17 Uhr sei für manche eine „Katastrophe“ gewesen, da der Zeitraum genau der eigenen Arbeitszeit entsprochen habe. So habe vorher wie nachher keine Chance bestanden, sich testen zu lassen.

Daher sind die Öffnungszeiten nun auch nach hinten verlängert worden, so Inan: Während freitag- und samstagabends vor allem Leute kämen, die Tests für Veranstaltungen bräuchten, nutzten den Sonntagabend viele, die den Test für die Arbeit am Montag vorlegen müssen. „Da ist gerade am meisten los“, sagt Inan. Viele kämen extra auf den letzten Drücker, damit der Test „so lange wie möglich“ am Montag gilt. Inan: „Ich glaube, es würde sich auch lohnen, bist Mitternacht zu öffnen.“

Comeback der Teststelle auf dem Europaplatz

„Es ist nun insgesamt wieder viel mehr los“, so Inan. Auch viele Geimpfte und schon Geboosterte kämen zum Test, seitdem dieser erneut kostenlos ist, sagt Inan.

Wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach Schnelltests ist am Dienstag (23.11.) auch das kommunale Testzentrum auf dem Europaplatz wieder an den Start gegangen. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, seien dort am Samstag (27.11.) 600 Menschen getestet worden. Das entspreche rund 90 Prozent der maximal möglichen Termine.

Solange es bei solchen Zahlen bleibe, blieben die Öffnungszeiten konstant und es werde nur eines von zwei Durchfahrtszelten betrieben, erklärte Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage unserer Redaktion. Die Belegung der Folgetage habe die Forum GmbH als Betreiber des Testzentrums stets im Blick. „Sollte die Nachfrage die verfügbareren Termine übersteigen, wird reagiert.“

Hilleringmann kündigte an, es werde „sehr wahrscheinlich auch Testmöglichkeiten an den Weihnachtsfeiertagen geben“. Details konnte sie aber noch nicht nennen.

Auch die CoCare-Teststelle am Markt hat ihre Öffnungszeiten erweitert und beginnt nun unter der Woche ebenfalls morgens um 7 Uhr.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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