Mathias Sittek, Veranstaltungsleiter der Forum GmbH, zieht nach sechs Monaten eine Bilanz zm Testzentrum am Stadtmittelpunkt. © Ronny von Wangenheim
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Testzentrum am Stadtmittelpunkt: Bilanz zum Aus nach einem halben Jahr

Sechs Monate und ein paar Tage hatte das kommunale Testzentrum am Stadtmittelpunkt geöffnet. Wir haben uns am Samstag für eine Bilanz vor Ort mit Mathias Sittek getroffen.

Ein Wagen nach dem anderen fährt am Samstag auf das Gelände hinter dem Europaplatz. Bis Punkt 14 Uhr wurden Termine vergeben. Dann ist Schluss. Das kommunale Testzentrum am Stadtmittelpunkt schließt nach sechs Monaten und ein paar Tagen wieder.

In Spitzenzeiten waren es 1000 und vereinzelt bis zu 1200 Tests am Tag. Am Ende wurden rund 80 gezählt. „Die sinkende Nachfrage ist Grund, das Testzentrum zu schließen“, sagt Mathias Sittek, der als Veranstaltungsleiter der Forum GmbH die Organisation übernommen hat. In Castrop-Rauxel gebe es ja noch weitere Möglichkeiten, sich testen zu lassen.

Jetzt zu Beginn der Herbstferien fahren einige Eltern mit ihren Kindern vor. Da sie nicht mehr in die Schule gehen, brauchen sie einen Test. „Geht es in den Urlaub?“, fragt Constance Schwiontek ein Mädchen. Ja, genau. Und deshalb muss jetzt noch mal zum Teststäbchen gegriffen werden. Aber auch Castrop-Rauxeler, die am Abend feiern gehen wollen, gehören zu den Testsuchenden.

Nur ein Bruchteil der Test war positiv

Rund 52.000 Tests wurden ab 1. April gemacht, berichtet Mathias Sittek. Erfreulich: Mit rund 200 ist die Zahl der positiven Tests relativ gering. Ursprünglich habe man schon Ende September schließen wollen, so erzählt er, dann habe man aber noch die vorhandenen Test-Kits aufbrauchen müssen. Jetzt, bevor am Montag die neue Coronaschutzverordnung greift und Tests dann für die meisten kostenpflichtig werden, war aber der richtige Zeitpunkt.

Nele Schmitz wertet die Tests aus.
Nele Schmitz wertet die Tests aus. © Ronny von Wangenheim © Ronny von Wangenheim

Für die Mitarbeiter eines Personaldienstleisters gibt es ab Montag wieder andere Arbeit. Nele Schmitz, die in einem der Container die Tests bearbeitet und das Ergebnis digital auf die Reise schickt, blickt zurück. Das sei alles gut gelaufen, sagt sie. Nur ganz vereinzelt hätten sie sich mit ungeduldigen Kunden herumschlagen müssen. „Am anstrengendsten war es im Sommer bei der Hitze“, sagt sie.

Und dann muss sie sich wieder um einen Test kümmern. Eine halbe Stunde nach 14 Uhr ist dann das letzte Ergebnis aus dem Testzentrum am Stadtmittelpunkt auf dem Handy des Getesteten gelandet.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen