Tierschutzverein Castrop-Rauxel: Wogen geglättet

Neue Satzung

Der zweite Teil der Jahreshauptversammlung des Castrop-Rauxeler Tierschutzvereins lief deutlich schneller ab, als der erste. Nach diversen Streitigkeiten konnten am Freitag die Wogen geglättet werden: Es gibt eine neue Satzung, wichtige Positionen wurden neu besetzt. Auch die Finanzen waren ein Thema.

CASTROP-RAUXEL

, 28.04.2017, 22:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tierschutzverein Castrop-Rauxel: Wogen geglättet

Der zweite Teil der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins am 28. April 2017 im Tanzpalast Mythos.

Die Ende 2016 verschobene Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins ist am Freitagabend nach nicht einmal zwei Stunden zu Ende gegangen. Der erste Abend war Ende März auf Antrag eines Mitgliedes um 23.10 Uhr nach dreieinhalb Stunden abgebrochen worden. Der Verein hat nun einen neuen kommissarischen Rechnungsführer, zwei gewählte Kassenprüfer und den Beschluss über die Neufassung der 34 Jahre alten Satzung.

Um 21.03 Uhr, also nach anderthalb Stunden, war ein zentraler Knackpunkt geklärt: Die Satzung ist nun als Neufassung erneut verabschiedet worden. Bei sieben Gegenstimmen und acht Enthaltungen stimmte die große Mehrheit der 56 anwesenden Mitglieder im Saal des Mythos (331 Mitglieder hat der Verein insgesamt) für die neue Satzung. Inhaltlich war sie schon im Mai 2016 verabschiedet worden, damals aber als Änderungssatzung. Das Amtsgericht erkannte sie nicht an, weil sie mit der Satzung von vor 34 Jahren zu wenig gemeinsam hatte.

Es gibt einen neuen Rechnungsführer

Die erste Nachricht aus dem Vorstand an diesem Abend: Frank Feller, der zuletzt noch kommissarischer Rechnungsführer war, wurde zum 31. März durch Udo Kirchner ersetzt. Er habe seit 35 Jahren beim Ordnungsamt der Stadt mit Hunden zu tun, arbeite enge mit dem Veterinäramt des Kreises Recklinghausen eng zusammen. Er habe eigentlich Abstand gewinnen wollen nach dem Ende seiner Dienstzeit, sagte aber: „Ich sehe die Notwendigkeit, dass wir in Castrop-Rauxel einen funktionierenden Tierschutz haben. Ich musste die beiden letzten Sitzungen hier ertragen. Dabei ging es nicht um Tierschutz, sondern um persönliche Befindlichkeiten. Darum habe ich mich bereit erklärt, die Rechnungsführung kommissarisch zu übernehmen.“ Das wolle er aber nur vorübergehend und später im operativen Geschäft in der Aus- und Fortbildung  mitarbeiten.

Im Finanzbericht legte Udo Kirchner die Unterdeckung im Jahr 2016 von 44.000 Euro dar (Einnahmen: rund 162.000 Euro / Ausgaben: rund 206.000 Euro). Er erklärte, dass man das Minus im Etatplan für 2017 deutlich senken werde. Dabei werden vor allem die Kosten um rund 25.000 Euro sinken, auf der Einnahmeseite wirken sich unter anderem die kommunalen Zuschüsse aus, die von 50.000 auf 56.000 Euro steigen. Kirchner, der erst seit wenigen Wochen im Vorstand mitarbeitet, sagte: „Auf 71 Seiten ist die Arbeit des Vorstandes dokumentiert. Die Entscheidungen sind darin absolut nachvollziehbar begründet.“ Man habe sicher noch Potenzial, um die schwarze Null irgendwann zu erreichen – „aber sind auf dem Weg“.

Kassenprüfer fehlen nicht mehr

Knackpunkt war dann noch das Fehlen von Kassenprüfern. Vorsitzender Johannes Beisenherz sagte: „Deren Bericht muss entfallen. Darum kann der Vorstand nicht entlastet werden. Wir werden das auch nicht beantragen, sondern es auf die nächste Jahreshauptversammlung vertagen. Ich gehe davon aus, dass die im Herbst stattfindet.“ Die Wahl zweier neuer Kassenprüfer verlief reibungslos: Ulrich Hehlke (seit einem Jahr Vereinsmitglied) und Gabriele Henke (seit drei Jahren Mitglied) wurden mit 52 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme gewählt. 

Lesen Sie jetzt