Tote Küken: Heckenschnitt wird zum Politikum

Umweltausschuss

Zerstörte Nester und tote Vögel: Der umfangreiche Heckenschnitt auf dem ehemaligen Rennbahngelände durch den städtischen Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen während der Vogelbrutzeit kommt auf die Tagesordnung des nächsten Umweltausschusses.

CASTROP-RAUXEL

, 08.06.2016, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Paul Jordan und Christian Kurek haben Vogelnester gefunden.

Paul Jordan und Christian Kurek haben Vogelnester gefunden.

Einen entsprechenden Antrag hat jetzt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bert Wagener, an die Vorsitzende und Parteikollegin Notburga Henke gestellt. Der Vorgang hatte in der Öffentlichkeit starke Empörung ausgelöst und war auch Gegenstand mehrerer Leserbriefe. Wagener will unter anderem wissen, aus welchen Gründen der Schnitt erfolgte, in welchen Zeiträumen und ob eine ökologisch optimierte Konzeptentwicklung beim Heckenschnitt möglich sei.

Grünflächenamt sollte mehr Sensibilität an den Tag legen

Gleichzeitig verhehlte Wagener seinen eigenen Unmut über das Vorgehen nicht. Selbst, so sein Argument, wenn die durchgeführte Maßnahme gesetzlich abgedeckt sei, „wird vom Grünflächenamt erwartet, dass dieses ein erhöhtes Maß an Sensibilität bei derartigen Eingriffen walten lässt.“ 

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Zukünftig, so Wagener weiter, sollten daher zum Schutz der Umwelt die Brutzeiten ausgeschlossen und die Zeit vor der Winterperiode ausgenutzt werden. 

Die nächste Sitzung des Umweltausschusses findet am Dienstag, 21. Juni, ab 17 Uhr im Ratsaal statt und ist wie immer öffentlich.

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