Verwunderung am Bahnübergang: Trotz Schranke und Lichtzeichen sichert ein Seil den Verkehr

Emschertalbahn

Rot-silberne Seile sicherten am Dienstagmorgen (4.2.) den Bahnübergang am Haltepunkt Castrop-Rauxel-Süd. Schranken und Lichtzeichen funktionierten trotzdem. Was war da los?

Castrop-Rauxel

, 04.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verwunderung am Bahnübergang: Trotz Schranke und Lichtzeichen sichert ein Seil den Verkehr

Mitarbeiter der Deutschen Bahn sperrten am Dienstagmorgen den Bahnübergang Obere Münsterstraße zusätzlich mit einem Seil. © Uwe von Schirp

Viele Passanten schauen verwundert. Einige fragen die Männer in ihren orangenen Warnwesten, nach dem Grund. Autofahrer machen irritiert kehrt. Kurz vor der vollen Stunde sperren Bahmitarbeiter am Dienstag (4.2.) den Bahnübergang Obere Münsterstraße von Hand mit einem rot-silbernen Seil.

An der Nordseite des Bahnübergangs parkt ein Dienstwagen der Deutschen Bahn. Mehrere Mitarbeiter sichern den Fußübergang. Trotzdem erklingt wenig später die Signalglocke. Die roten Lichtzeichen leuchten. Dann senken sich die Schranken.

Wenig später kreuzen die Züge der Emschertalbahn (RB 43) in beide Richtungen die Straße am Haltepunkt Castrop-Rauxel-Süd. Sie verkehren nach Plan, nicht auffällig langsamer. Signalglocken, Lichtzeichen, Schranken – alles wie üblich an jedem Werktag zur vollen Stunde zwischen 6 und 23 Uhr. Warum aber das Seil?

Sicherung zwischen 7 und 11 Uhr

„Der Grund ist einfach“, sagt ein Sprecher der NRW-Niederlassung der Deutschen Bahn in Düsseldorf auf Anfrage dieser Redaktion. „Es handelt sich schlicht und einfach um Wartungs- und Prüfarbeiten.“ Mitarbeiter hätten sie zwischen 7 Uhr und 11.20 Uhr durchgeführt.

Das rot-silberne Seil sei eine zusätzliche Sicherung – falls bei Wartung und Prüfung doch mal eine Schranke oder Signalleuchte ausgefallen wäre.

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