Uganda zu Gast in Castrop-Rauxel: Tanz, Theater und Kulturaustausch zur Rettung des Klimas

Sekundarschule Süd

Können unterschiedliche Kulturen zusammenarbeiten, um das Klima zu retten? Die Schüler der Sekundarschule Süd probieren es aus, und hatten dafür am Dienstag Jugendliche aus Uganda zu Besuch.

Castrop-Rauxel

, 09.10.2019, 12:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klimaschutz geht alle etwas an. So sehen das auch die Jugendlichen der Sosolya Undugu Dance Academy (Suda) aus der ugandischen Hauptstadt Kampala, die bis Donnerstag in Castrop-Rauxel zu Besuch sind. Dienstagabend führte Suda im Adalbert-Stifter-Gymnasium ihr Stück über Ugandas berühmtesten Schimpansen „Zakayo“ auf. Damit wollen sich die Schüler für globalen Umweltschutz stark machen und die Völkerverständigung vorantreiben.

Die Gruppe besucht Castrop-Rauxel auf Einladung der „KinderKulturKarawane“, einem Projekt zur Förderung des Austauschs von deutschen Schülern und Kindern und Jugendlichen aus anderen Kulturen. Seit 2013 setzen sich Melanie Heine und Markus Heissler vom Kulturbüro der Stadt für das Projekt „KinderKulturKarawane“ ein. „In den vorherigen Jahren waren unter anderem schon Gruppen aus Afrika, Asien, Südamerika oder Osteuropa in Castrop-Rauxel zu Besuch“, erklärt Melanie Heine.

Neue Kulturen und andere Lebensweisen

Bürgermeister Rajko Kravanja ist es sehr wichtig, dass das Projekt Halt in Castrop-Rauxel macht: „Neben dem Einsatz für Klimaschutz und die Völkerverständigung bleiben auch gute Eindrücke über die Menschen selbst bestehen.“ Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Sparkassen-Stiftung unter der Leitung von Dirk van Buer.

„Wir hoffen, mit unserem Beitrag die kulturelle Begegnung zu unterstützen, bei der die Teilnehmer wichtige Kontakte knüpfen und wertvolle Erfahrungen machen können.“ Auch im nächsten Jahr möchte die Stiftung das Projekt wieder finanziell unterstützen.

Die Schüler selbst sind von dem Projekt begeistert: „Es ist schön, andere Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen“, sagt die fünfzehnjährige Leonie Buchmann. Die Jugendlichen aus Uganda seien sehr sympathisch, so Louis Volkmann und Laura Reuter, und sein Englisch verbessere man durch den Austausch noch obendrein.

Gemeinsam für eine sichere Zukunft

Auch der ugandische Schüler Eric, Mitglied von Suda, weiß das Projekt zu schätzen. „Ich bin besorgt über den bisherigen europäischen Umgang mit dem Klimawandel und seinen Einfluss auf mein Heimatland Uganda.“ Dennoch sieht er im Austausch der Kulturen die beste Möglichkeit, gemeinsam eine sichere Zukunft zu schaffen.

Viel Zeit bleibt den Schülern zum gemeinsamen Austausch aber nicht: sie verbringen einen Tag gemeinsam mit den Schülern der Sekundarschule Süd und reisen am Donnerstag wieder ab. Viele spannende Eindrücke und Erfahrungen werden die Jugendlichen beider Länder wohl trotzdem sammeln.

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