Auf der Ringstraße ereignete sich am Freitagabend ein tragischer Unfall. © privat
Ringstraße/B 235

Unfall: Foto zeigt Wucht des Aufpralls – „Verkehrsplanung aus den 50ern“

Der tragische Unfall auf der Ringstraße in Castrop-Rauxel sorgt für Diskussionen. Warum ist der Übergang nur mit gelben Warnlichtern gesichert? Ein Beinahe-Zeuge schickt Fotos und übt massive Kritik.

Ein junges Mädchen wurde am Freitagabend (22.10.) beim Überqueren der Ringstraße (B 235) in Höhe des Engelsburgplatzes in Castrop-Rauxel schwer verletzt. Ein 22-Jähriger erfasste die 13-Jährige gegen 22.30 Uhr frontal mit seinem Auto und wirbelte sie durch die Luft.

Erst nach rund 20 Metern, berichtet die Polizei Recklinghausen, schlug sie auf dem Gehweg auf. Ein Rettungswagen brachte die junge Castrop-Rauxelerin in eine Dortmunder Klinik.

Mutmaßlicher Unfallwagen in einer Seitenstraße

Nach Veröffentlichung unserer Erstmeldung erreichte uns die Mail eines Lesers. Er passierte die Unfallstelle am Freitagabend circa eine Stunde nach der Kollision und machte Fotos von der Unfallaufnahme sowie von dem mutmaßlichen Unfallwagen. „Das Fahrzeug stand in einer Seitenstraße. Die Wucht des Aufpralls ist ihm anzusehen“, schreibt der Leser.

„Innerstädtischer Beschleunigungsstreifen“

Der gebürtige Castrop-Rauxeler, der gerade auf Heimaturlaub ist, übt massive Kritik. „Warum ist dieser Übergang immer noch nur mit gelben Warnlichtern gesichert und nicht wie der Rest des Übergangs mit einer Ampel?“, fragt er. Und weiter: „Für Fahrer, die am Alten Rathaus abbiegen wollen, ist das ein ,innerstädtischer Beschleunigungsstreifen‘, der genau zu solchen Unfällen führt.“

Das mutmaßliche Unfallauto: Hier ist deutlich die Wucht des Aufpralls zu erkennen.
Das mutmaßliche Unfallauto: Hier ist deutlich die Wucht des Aufpralls zu erkennen. © privat © privat

Seiner Meinung nach muss dringend gehandelt werden: „Das ist halt Verkehrsplanung aus den 50ern, da ging‘s darum, dass sich das Auto so schnell als möglich in den fließenden Verkehr einfädeln kann.“ Die sinnvollste Lösung sei ein Kreisverkehr. „Zumal der Engelsburgplatz nach dem Abbau des Brunnens vor Jahrzehnten seine ,repräsentative‘ Funktion verloren hat und viel zu groß angelegt ist.“

Kreisverkehr ist „wohl ein frommer Wunsch“

Große Hoffnung, dass hier tatsächlich mal ein Kreisverkehr gebaut wird, habe er aber nicht: „Da sich hier kommunale und Bundesstraßen treffen, wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben.“

Gegen 23.30 Uhr, als er den Bereich passiert habe, seien die Ampeln noch angewesen. Für ihn absolut nicht nachvollziehbar und akzeptabel: „Nur an dieser einen Stelle, und nicht zu den anderen Abzweigungen, ist halt immer nur Blinklicht.“ Er hoffe sehr, dass das Mädchen wieder ganz gesund wird.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald