Ursache für neues "Ickerner Loch" ist noch unklar

Arbeiten beginnen

Das neue „Ickerner Loch“ soll schnellstmöglich wieder verschwinden, noch am Donnerstag könnte das Loch Geschichte sein. Nach ersten Erkenntnissen könnte Wasser unterhalb der Busbucht in den Boden gelaufen sein und so einen Hohlraum freigelegt haben. Woher das Wasser stammt, ist für Fachleute noch ein Rätsel.

ICKERN

, 13.02.2017, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ursache für neues "Ickerner Loch" ist noch unklar

Das neue "Ickerner Loch" soll bald wieder Geschichte sein, wenn alles nach Plan läuft.

Eine 20 Zentimeter dicke Schicht aus Sand und Schluff und darüber eine Betondecke: So wollten Fachleute den Bereich an der Recklinghauser Straße stabilisieren, in den ein Schüler im Dezember 2015 einbrach. Seit der vergangenen Woche ist die Fläche abgesperrt, denn der Boden ist erneut abgerutscht.

„Wieso sich die Betonplatte gesenkt hat, ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagte Frank Jurga, Ingenieur der Firma DMT, am Sonntag nach der ersten Begutachtung des „Ickerner Lochs“.

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Sandschicht fehlt auf Fläche von drei Quadratmetern

Zusammen mit zwei Mitarbeitern von Straßen.NRW verschaffte er sich vier Stunden lang einen Überblick über die Situation. Danach stand fest: Die Sand-Schicht fehlt auf einer Fläche von knapp drei Quadratmetern und legt dadurch einen neuen Hohlraum frei. 

"Wahrscheinlich hat Wasser den Sand weggespült“, sagte Jurga. Woher das aber stammt, sei bislang noch vollkommen unklar. Einen Rohrbruch schließt der Ingenieur aufgrund der Position der Kanalrohre aus und geregnet habe es in den vergangenen Tagen auch nicht genug. Klarheit soll es ab Dienstag geben, wenn ein Bagger die betroffene Stelle freilegt. „Wir haben keine Ahnung, was wir dann wirklich zu sehen bekommen“, sagte Bianca Kläsener von Straßen.NRW am Montag.

Erste Vermutung der Experten

Eine Vermutung der Experten ist, dass die vor knapp einem Jahr gegossene Betonplatte durch die fehlende Sandschicht und den Druck des Busses am Übergang zur Straße abgebrochen sein könnte. „Dadurch ist dann alles abgesackt“, sagte Jurga.

Im besten Fall könnten die Bauarbeiter die Ursache für den Wassereinbruch schnell finden und den Hohlraum ausfüllen. „Sehen wir aber, dass es in den angrenzenden Bereichen Hinweise auf weitere Probleme gibt, müssen wir noch mehr aufreißen“, sagte Kläsener.

Zu Einschränkungen für Autofahrer soll es zunächst nicht kommen. Laufen die Arbeiten nach Plan, soll das neue „Ickerner Loch“ bereits am Donnerstag wieder Geschichte sein – und dieses Mal endgültig.

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