Ursula von der Leyen verspricht Kampf gegen Kinderpornographie im Internet

Wahlkampf in ASG-Aula

CASTROP-RAUXEL Dem Häuflein von der protestierenden Piratenpartei vor dem Bürgerhaus las sie gründlich die Leviten: „Das Internet ist kein moralfreier Raum“, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag in der ASG-Aula.

von Von Peter Wulle

, 18.09.2009, 20:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ist ab 18 Uhr im Castrop-Rauxeler Bürgerhaus.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ist ab 18 Uhr im Castrop-Rauxeler Bürgerhaus.

Mit so einfachen und klaren Worten umriss sie ihre Familienpolitik, dass es nach der knapp einstündigen Rede stehenden Applaus gab. „Natürlich muss es nach dem Elterngeld weitergehen“, formulierte die Ministerin Ziele für die nächsten vier Jahre. Verstärkt müsse in die Kinderbetreuung investiert werden. Die sei nicht nur für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig, „sondern auch für die Qualität von Bildung in unserem Land.“

Energisch wandte sich von der Leyen auch gegen horrende Manager-Abfindungen, die sie als „Exzesse der Verantwortungslosigkeit“ geißelte. „Maß und Mitte muss in der scheinbar exotischen Finanzwelt einziehen“, forderte von der Leyen. „In den Familien“, so erklärte sie, „wachsen die Führungspersönlichkeiten für die Wirtschaft heran, nicht in den Führungsseminaren in der Schweiz.“ Zu Felde zog sie auch gegen den Jugendwahn. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels schüttelte die 50-Jährige den Kopf darüber, dass Unternehmen nicht mehr in die Weiterbildung ihrer Ü-50-Mitarbeiter investieren. „Die Jungen rennen vielleicht schneller, aber die Alten kennen die Abkürzung“, sagte von der Leyen unter großem Beifall.

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