Vandalismus in Marktschule: So geht es jetzt weiter

Überschwemmung

Die Schäden sind noch deutlich zu sehen: Anfang März haben Unbekannte in der Marktschule in Ickern Wasserhähne aufgedreht und Siphons abgebrochen und so die Schule überflutet. Unter den Folgen leiden jetzt hauptsächlich die Schüler des OGS. Wir haben uns vor Ort umgesehen und nachgeforscht, wie es weitergeht.

ICKERN

, 28.03.2017, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vandalismus in Marktschule: So geht es jetzt weiter

Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.

Die Folgen der Überschwemmung in der Marktschule sind auch drei Wochen später noch deutlich zu sehen. Die OGS-Räume sind voll mit Trocknern, der Boden wölbt sich und für die Kinder stehen am Nachmittag nicht genug Räume zur Beschäftigung zur Verfügung. Der Alltag von Schülern und Lehrern hat sich seit der Überschwemmung stark verändert. Ein erster Schritt in die richtige Richtung soll aber noch diese Woche folgen.

Der Schulhof ist voll mit Schülern, als wir uns am Dienstag einen Eindruck von der Situation vor Ort machen wollen. „Seit Anfang der Woche gibt es keine Notgruppen mehr“, sagt Schulleiterin Ute Lüdke. Stattdessen können die OGS-Kinder wieder in der Marktschule versorgt werden – dem Wetter sei Dank. „Die Kinder spielen dann draußen. Dadurch umgehen wir das Platzproblem“, so Lüdke weiter.

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Mehrere Räume mit einer Fläche von insgesamt etwa 150 Quadratmetern sind aktuell nicht nutzbar. „Das sind die Räume, in die die Schüler normalerweise zur Nachmittagsbetreuung gehen“, sagt die Schulleiterin.

Boden noch nicht trocken

Im zweiten Geschoss drehten Unbekannte Anfang des Monats Wasserhähne auf und brachen Siphons ab. Über eine Treppe floss das Wasser hinunter bis zum ersten OGS-Raum. Hier erinnert nur wenig daran, dass noch vor wenigen Wochen Kinder in dem Raum gespielt haben: Der Holzboden wölbt sich hoch und muss noch immer trocknen. Bis zu zehn Zentimeter hoch habe das Wasser hier gestanden.

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So sieht es in der Marktschule nach der Überschwemmung aus

Die Schäden sind noch deutlich zu sehen: Anfang März haben Unbekannte in der Marktschule in Ickern Wasserhähne aufgedreht und Siphons abgebrochen und so die Schule überflutet. Unter den Folgen leiden jetzt hauptsächlich die Schüler des OGS. Wir haben uns vor Ort umgesehen und nachgeforscht, wie es weitergeht.
28.03.2017
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Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Die Marktschule hat aufgrund der Überschwemmung Notgruppen für die OGS-Kinder eingerichtet.© Foto: Mario Bartlewski
Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Die Marktschule hat aufgrund der Überschwemmung Notgruppen für die OGS-Kinder eingerichtet.© Foto: Mario Bartlewski
Die Marktschule hat aufgrund der Überschwemmung Notgruppen für die OGS-Kinder eingerichtet.© Foto: Mario Bartlewski
Auf der Fläche zwischen der Schule und dem Spielplatz der Marktschule kommen ab Donnerstag Container hin, die als vorübergehende Lösung dienen sollen.© Foto: Mario Bartlewski
Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Die Reparaturarbeiten an der Marktschule in Ickern sind nach der Überschwemmung in vollem Gange.© Foto: Mario Bartlewski
Gregor Kania, Technischer Leiter des Bereichs Immobilienmanagement, kümmerte sich um die Reparaturvorgänge nach der Überschwemmung der Marktschule.© Foto: Mario Bartlewski
Frank Neuschulz, Bereichsleiter im Bereich Immobilienmanagement, kümmerte sich um die Reparaturvorgänge nach der Überschwemmung der Marktschule.© Foto: Mario Bartlewski
Schlagworte Castrop-Rauxel

Über der Turnhalle sollen Unbekannte zunächst Fußball gespielt haben, bevor sie in die Schule eingedrungen sind. Zwei Wochen lang haben die Verantwortlichen die Eltern gebeten, ihre Kinder – wenn möglich – zu versorgen. Die Eltern hätten sehr verständnisvoll und gut reagiert, so Ute Lüdke. Auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadt habe tadellos funktioniert.

„Wir müssen jetzt noch die finanziellen Dinge regeln, dann können wir hier mit der Reparatur beginnen“, sagt Gregor Kania, Technischer Leiter des Bereichs Immobilienmanagement. Noch sei abzuklären, ob die Stadt als Träger in Vorleistung gehen müsse oder nicht.

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Eine Etage tiefer sind die Folgen besonders an den Decken zu sehen – und auch zu riechen. Die Tapete löst sich ab und die Verkleidungen der Lichtröhren liegen auf dem Flur. „Wahrscheinlich sind die alle mit Wasser vollgelaufen und dann heruntergefallen“, vermutet Frank Neuschulz vom Bereich Immobilienmanagement.

Die Ganztags-Schüler leiden

Und darunter müssen nun die 135 OGS-Kinder leiden. Normalerweise spielten sie in genau diesen Räumen nachmittags, wenn sie mit ihren Hausaufgaben fertig waren. Bei schlechtem Wetter müssen sie nun in den Klassenräumen bleiben. Ein großes Problem, wenn einige Schüler mit ihren Aufgaben schneller fertig sind als die anderen. Dann können sie dort nicht spielen, weil der Raum zu klein ist und sie andererseits Mitschüler stören würden. „Das ist nicht wirklich pädagogisch im Moment“, sagt Ute Lüdke.

Schon am Donnerstag soll aber der Aufbau von drei Containern, die jeweils 35 Quadratmeter groß sind, auf dem Schulhof beginnen, bestätigt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi. Im Laufe der kommenden Woche sollen die Container einsatzbereit sein und wohl bis zum Sommer als Übergangslösung dienen.

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