Verbraucherzentrale rät: Geld von RWE zurückfordern

Gefahr der Verjährung

CASTROP-RAUXEL RWE-Gaskunden mit bestimmten Sondertarifen und einem Jahresverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden sollen ihre Rückforderungen aus den unwirksamen Preiserhöhungen des Jahres 2006 unverzüglich geltend machen. Das empfahl am Donnerstag noch einmal nachdrücklich die Verbraucherzentrale.

von Von Michael Fritsch

, 12.11.2009, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Leiterin der Castrop-Rauxeler Geschäftsstelle an der Oberen Münsterstraße, Susanne Voß.

Die Leiterin der Castrop-Rauxeler Geschäftsstelle an der Oberen Münsterstraße, Susanne Voß.

„Es geht um viel Geld, und das sollten sich die Verbraucher nicht durch die Lappen gehen lassen“, unterstrich die Leiterin der Castrop-Rauxeler Geschäftsstelle an der Oberen Münsterstraße, Susanne Voß, im Gespräch mit unserer Zeitung. Erst kurz zuvor habe sich eine Kundin beraten lassen, die Anspruch auf 400 Euro Rückzahlung habe.

Mit einem neuen Erstattungsrechner, der im Internet auch selbst bedient werden kann, leisten die Verbraucherschützer bei der Ermittlung der individuellen Rückerstattungsbeträge Hilfestellung. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann sich in der Verbraucherzentrale für 2,50 Euro die entsprechenden Informationen aushändigen lassen.Gefahr der Verjährung

Die Zeit drängt: Nach den gesetzlichen Bestimmungen verjähren am 31. Dezember 2009 alle Ansprüche aus dem Jahr 2006. Da RWE Revision vor dem Bundesgerichtshof eingelegt hat, ist mit einer endgültigen Entscheidung über die Angelegenheit erst im kommenden Jahr zu rechnen.

Ein Konzernsprecher sagte am Donnerstag zu unserer Zeitung, da es sich um ein laufendes Verfahren handele, werde man sich grundsätzlich zu der Angelegenheit nicht äußern. Der Ablauf der gesetzlichen Verjährungsfrist sei ein „völlig normaler Vorgang“.  www.vz-nrw.de

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