Kindertagesstätten

Verdi-Warnstreik: Mehrere städtische Kitas bleiben Mittwoch geschlossen

Nach einem Warnstreik Anfang März kommt es nun zum zweiten Mal zu einer Schließung städtischer Kitas in Castrop-Rauxel. Nur zwei Einrichtungen bieten eine Notbetreuung an.
Die städtische Kita Lummerland in Ickern, hier auf einem Archivbild von Februar 2019, bleibt am Mittwoch geschlossen. Die Erzieherinnen treten in einen Warnstreik.
Die städtische Kita Lummerland in Ickern, hier auf einem Archivbild von Februar 2019, bleibt am Mittwoch geschlossen. Die Erzieherinnen treten in einen Warnstreik. © Iris Müller

Die Gewerkschaft ver.di Westfalen hat für Mittwoch (30.3.) erneut Beschäftigte aus allen Bereichen des Sozial-und Erziehungsdienstes zum Warnstreik aufgerufen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kindertageseinrichtungen in Castrop-Rauxel beteiligen sich, meldet die Stadtverwaltung am Dienstag.

Geschlossen wegen des Streiks bleiben am Mittwoch die Einrichtungen Villa Kunterbunt und Lummerland in Ickern, die Kinderburg in Becklem, die Ökoinsel in Frohlinde sowie der Swabedoo-Standort an der Bergstraße auf Schwerin. Das Familienzentrum Mikado auf Schwerin und die Kita Swabedoo am Grünen Weg in Obercastrop werden Notgruppen für Kinder anbieten, deren Eltern die Betreuung nicht organisieren oder leisten können.

„Mehr braucht mehr!“ ist das Motto der Warnstreiks in ganz NRW, die in der vergangenen Woche schon in Norddeutschland liefen. Auch Anfang März traten schon Erzieherinnen in Castrop-Rauxel und anderswo in den Ausstand. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen und Löhne, wie fast immer bei Warnstreiks, zu denen Verdi aufruft. Hinzu kommt die Forderung nach einer größeren Anerkennung der Arbeit und der Einstellung von weiterem Fachpersonal.

Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt sagte vor zwei Wochen dem WDR, die Gesprächsbereitschaft auf der Arbeitgeberseite sei in der ersten Verhandlungsrunde im Februar „nicht sehr groß“ gewesen.

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