Verkehrsminister feiert Konzept des Hauptbahnhofs in Rauxel als vorbildlich

rnWewole-Projekt

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat den Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof als Vorbild gefeiert: Nach der Komplettumgestaltung durch die Wewole-Stiftung sei er beispielhaft, so Wüst am Freitag.

Castrop-Rauxel

, 13.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat den Castrop-Rauxeler Hauptbahnhof nach der Komplettumgestaltung durch die Wewole-Stiftung im vergangenen Jahr als beispielhaft für viele andere Kommunen in NRW bezeichnet.

Bei einem einstündigen Besuch des Bahnhofs am Freitagabend auf Einladung der Frauen-Union sagte Wüst nach einer Führung durch Wewole-Chef Rochus Wellenbrock: „Ich werde den Verantwortlichen mit vergleichbaren Problemen an ihren Bahnhöfen einen Besuch in Castrop-Rauxel empfehlen.“

Zwölf Menschen mit Behinderung arbeiten hier

Zuvor hatten Wellenbrock sowie der zuständige Wewole-Bereichsleiter Jörg Kowalski den Minister Wüst durch das „Cafe Cappuccino“ sowie den Supermarkt „Nimm ess mit“ geführt und dabei in aller Kürze die Ziele der Stiftung erläutert.

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In den beiden Läden arbeiten insgesamt 19 Beschäftigte, davon 12 Menschen mit Behinderung. Sie sind im Zwei-Schichten-System tätig. Oberstes Ziel der in Castrop-Rauxel stark engagierten Stiftung – Wewole steht für Werkstätten, Wohnen und Leben – ist die volle Teilhabe von Frauen und Männern mit Handicap in der Gesellschaft.

Heraus aus dem geschützten Raum der Werkstatt

„Mit dem Bahnhofsprojekt führen wir die Menschen aus dem geschützten Raum der Werkstätten in den Alltag hinein“, fasste Wellenbrock das in Castrop-Rauxel neuartige Konzept zusammen. Rund 3500 Menschen passieren Tag für Tag die Örtlichkeiten, um zu ihrer Bahn zu gelangen. Das Café ist modern eingerichtet, hat eine lange Theke und auf 170 Quadratmetern viel Platz für reichlich Gäste.

Mit der Einrichtung des Cafés löste sich neben der Behebung des Leerstandes ein zentrales Problem: Es gab im Bahnhof zuletzt keine Toilette mehr. Nun gibt es zwei Unisex-Toiletten und ein Behinderten-WC, die auch Passanten nutzen können.

Geschenkartikel und Mitbringsel im Angebot

Der Kiosk in der ehemaligen Radstation ist als Laden für den schnellen Bedarf zu verstehen. Aber auch er ist vom Platz her großzügig und stylish eingerichtet. Es gibt dort auch Geschenkartikel oder nette Mitbringsel mit lokalem Anstrich.

Die Frischewaren stellt die Belegschaft selbst her. Die Preise sind auf einem akzeptablen, für einen Bahnhofsladen auf einem günstigen Niveau.

Übrigens: Den Currywurst-Test zum Abschluss bestand die Cappuccino-Belegschaft mit Bravour. „Sehr lecker mit einem fruchtigen Soßengeschmack“, lobte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, der aus dem Münsterland kommt, den klassischen Ruhrgebietsimbiss. Dann zog er weiter zum nächsten Termin in Henrichenburg.

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