Versetzter Bahnsteig macht Bahnhof Süd barrierefrei

Zeitpunkt noch unklar

Die seit Jahrzehnten andauernde, bislang folgenlose Diskussion um Verbesserungen am Bahnhof Castrop-Rauxel Süd bringt endlich konkrete Maßnahmen hervor. Auf einem "Bahngipfel" in Essen fassten die Beteiligten einen Beschluss - nur der Zeitpunkt des Umbaus ist noch unklar.

CASTROP-RAUXEL

, 05.02.2016, 06:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Versetzter Bahnsteig macht Bahnhof Süd barrierefrei

Gegenüber des Einstiegs in Richtung Herne soll am Bahnhof Castrop-Rauxel Süd auch der Bahnsteig Richtung Dortmund angelegt werden

„Wir verlegen den Bahnsteig in Richtung Dortmund auf die westliche Seite der Münsterstraße genau gegenüber dem Bahnsteig in Richtung Herne“, nannte der Technische Beigeordnete (TBG) Heiko Dobrindt am Donnerstag das wichtigste Ergebnis eines „Bahngipfels“ in Essen am Sitz des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr in Essen.

Die Notwendigkeit dieser Maßnahme sei von allen beteiligten Akteuren als unabdingbar anerkannt worden, fügte er hinzu. Der jetzige Bahnsteig werde dann in einer noch nicht definierten Form zurückgebaut.

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Neben den Gastgebern und einer Delegation von Stadtverwaltung und EUV hatten an dem Treffen Vertreter von DB Netz und DB Station und Service sowie der Bezirksregierung Münster teilgenommen. Thema war die Ertüchtigung des Haltepunktes Obere Münsterstraße auch unter Berücksichtigung der Untertunnelung für Fußgänger und Radfahrer.

Diese Maßnahme war bereits im Zusammenhang mit dem Bau des Altstadtringes vor über 40 Jahren vereinbart, anschließend aber nie eingelöst worden. „Es ist aus bautechnischer sinnvoll, beide Maßnahmen in einem Zug hinzukriegen“, unterstrich Dobrindt.

„Noch viele Fragen zu klären“

Gleichzeitig äußerte er aber auch seine Zweifel daran, dass dies  im Hinblick auf die unterschiedlichen Fördersysteme  wirklich zu schaffen sei. In diesem Zusammenhang verwies der TBG auf zahlreiche noch zu klärende rechtliche Fragen. Deshalb wollte er sich auch zeitlich nicht festlegen lassen.

SPD-Fraktionschef Bernd Goerke begrüßte den Beschluss, erklärte allerdings gleichzeitig, dass die Schaffung von Barrierefreiheit „absolute Priorität“ besitze und im Zweifel vorzuziehen sei. 

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