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Verstoß in Umweltzone: Sind die Bußgelder zu hoch?

Abstimmung

Wer ohne gültige Plakette in die Umweltzone fährt, muss mit einem saftigen Knöllchen rechnen. Diese Erfahrung musste auch Nils Dahm machen. 108,50 Euro soll er zahlen, weil sein Kennzeichen nicht mit dem auf der Plakette übereinstimmte. Wir sind an ihrer Meinung interessiert. Was meinen Sie, ist das Knöllchen gerechtfertigt?

Castrop-Rauxel

, 07.08.2014 / Lesedauer: 3 min
Verstoß in Umweltzone: Sind die Bußgelder zu hoch?

Ab dem 01.07.2014 gilt für alle Ruhrgebietsstädte ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit gelber und roter Umweltplakette. Wenn das Kennzeichen der Plakette nicht mit dem des Autos kann das ebenso teuer werden. In Castrop-Rauxel gab es bereits so einen Fall.

Eine grüne Plakette hat sein Wagen - allerdings stimmt das Kennzeichen auf der Plakette nach einem Halterwechsel nicht mit dem Kennzeichen des Wagen überein.

  „Vor zwei Jahren habe ich ein neues Kennzeichen bekommen. Beim TÜV hat man mir aber gesagt, dass ich keine neue Plakette brauche“, sagt Dahm. Diese Aussage war falsch, dass weiß er mittlerweile. „Ich habe noch am Tag, als ich das Knöllchen bekommen habe, eine neue Plakette besorgt.“ Und fragt sich trotzdem, ob das Ordnungsamt in einem solchen Fall nicht ein wenig Verständnis zeigen könnte.Durch ein neues Kennzeichen werde sein Wagen schließlich nicht mehr oder wenig umweltverträglich. Zumal das Ordnungsamt in anderen Bereichen durchaus toleranter sei: „Wenn zum Beispiel beim Parkausweis das Kennzeichen verbleicht, bekommt man einen Aufkleber ans Auto, der darauf hinweist. Warum ist das nicht auch bei der Umweltplakette möglich?“, fragt er.  

  "Bei den Anwohnerparkausweisen stimmt es, dass die Politessen einen ,Erinnerungszettel' an der Windschutzscheibe hinterlassen. Allerdings nur, wenn der Parkausweis (etwa die Kennzeichennummer)

zu lesen ist. Wenn der Ausweis aber

lesbar ist oder fehlt, wird auch dieser Fahrzeughalter aufgeschrieben", sagt Maresa Hilleringmann, Pressesprecherin der Stadt. In der Übergangsphase seit 2012 habe die Stadt lange Zeit erst verwarnt, bevor es ein Bußgeld gab.

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"Doch nun nach zwei Jahren müssen die gesetzlichen Bestimmungen ohne Ausnahmen umgesetzt werden. Für die Übergangsregelung hat die Stadt nebenbei gesagt auch viel Kritik einstecken müssen, unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe, die der Stadt Castrop-Rauxel mehrmals die ,Rote Karte' gezeigt hat, was die in ihren Augen zu ,laschen' Kontrollen der Umweltzone anging", so Hilleringmann. Und die gesetzliche Regelung sei eindeutig: „Eine Plakette, auf der eine andere Kennzeichennummer steht als das Kfz-Kennzeichen vorne und hinten am Auto, ist eine ungültige Plakette", sagt die Pressesprecherin. Ob man also ohne Plakette, mit gelber oder roter Plakette oder mit dem falschen Kennzeichen unterwegs sei, mache keinen Unterschied. "Laut Bußgeldkatalog sind all diese Fälle gleichermaßen mit 108,50 Euro zu ahnden", sagt Hilleringmann.

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