Victorstraße-Sanierung: So viel zahlen die Anwohner

Antworten in der Info-Veranstaltung

Wann läuft die Sanierung der Victorstraße in Castrop-Rauxel an? Wie läuft sie ab? Wie teuer wird sie für die Anwohner? Das sind nur einige der Fragen gewesen, die am Dienstagabend bei einer Info-Veranstaltung beantworten wurden.

RAUXEL

, 04.03.2015, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die wichtigsten Fakten:

  • Die Victorstraße soll zwischen Berliner Platz (Castrop-Rauxel Hbf) und der Brücke Deinighauser Bach saniert werden.
  • Die Gesamtkosten liegen bei geschätzten 2,6 Millionen Euro.
  • Jeder Eigentümer wird offenbar mit durchschnittlich 8000 Euro zur Kasse gebeten.
  • Die ersten Bagger werden nach einer langen Vorlaufplanung frühestens 2018 anrollen, wahrscheinlich aber erst 2019.
  • Die aktuellen Belastungen – 8000 Fahrzeuge pro Tag Durchgangsverkehr und akute Parkraumnot – werden sich auch nach der Generalsanierung nicht groß verändern.

Dieser Bereich soll saniert werden:

Straße als Allee: Bäume sorgen für Probleme

Erschwerend auf Planung und Gestaltung wirkt sich die Aufnahme der historisch gewachsenen Straße in das Alleenkataster des Landes aus. Diese Tatsache stellt jeden der 89 Bäume auf dem 1000 Meter langen Teilstück zwischen Berliner Platz und der Brücke Deininghauser Bach unter einen besonders strengen Schutz.

Das erklärten Michael Werner, Leiter des Castrop-Rauxeler Stadtbetriebs EUV, der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt und SPD-Bürgermeisterkandidat Raijko Kravanja in der Info-Veranstaltung im Rauxeler Hildegardisheim, zu der am Dienstagabend 70 Anwohner gekommen waren. 

Problem: Wohin mit all den parkenden Autos?

Werner: „Das Hauptproblem ist, wo packen wir die ganzen Autos hin?“ Als Lösung dazu biete sich an, die Grünfläche zwischen den beiden Rampen zur Eisenbahnbrücke Vördestraße als Parkraum zu organisieren.

Was zumindest für die Bewohner mit den höheren Hausnummern eine Hilfe wäre, den Anwohnern der unteren Victorstraße aber nichts nutzte.  Diese werden systematisch von den mit dem Zug pendelnden Dauerparkern verdrängt.

Parkausweise für Anwohner? Tempo 30 statt 50?

Ob das nicht durch Anwohnerparkausweise gelöst werden könne, soll geprüft werden. Ein anderer Vorschlag, den Gehwegraum bei der Schaffung von schrägen Parkboxen mit einzubeziehen, hat wahrscheinlich wegen der mangelnden Gesamtbreite keine Chance auf Verwirklichung. Dobrindt: „Wir müssen bei den Gehwegen zwei Meter einhalten.“

Als ebenso unrealistisch stellten sich die Vorschläge von Anwohnerseite heraus, die Victorstraße wieder zur Einbahnstraße zu machen und die Höchstgeschwindigkeit 50 auf 30 herabzusetzen. Dobrindt: „Die Victorstraße soll ganz bewusst den überörtlichen Verkehr aufnehmen. Von daher ist es absurd, sie zur Einbahnstraße zu machen. Es ist halt eine Kreisstraße.“ 

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